{"id":13,"date":"2013-12-13T11:42:28","date_gmt":"2013-12-13T10:42:28","guid":{"rendered":"http:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/?page_id=13"},"modified":"2026-01-05T07:00:09","modified_gmt":"2026-01-05T06:00:09","slug":"publikationen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/home\/publikationen\/","title":{"rendered":"Publikationen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>B\u00fccher<\/strong><\/p>\n\n\n\nKonrad Fleck, Flore und Blanscheflur. Text und Untersuchungen, Berlin u.a. 2015 (M\u00fcnchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters 143).   |&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/isbn\/9783110349597\/html\" target=\"_blank\">Info<\/a>&nbsp;| |&nbsp;<a href=\"https:\/\/wp.unil.ch\/labelettres\/konrad-fleck-flore-und-blanscheflur-text-und-untersuchungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Labelettres<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Der mittelhochdeutsche Roman \u201aFlore und Blanscheflur\u2018, nur durch Angaben Rudolfs von Ems mit dem Namen eines ansonsten unbekannten Autors Konrad Fleck verbunden, erfreut sich in der germanistischen Medi\u00e4vistik etwa seit Mitte der 1990er Jahre zunehmender Beliebtheit. Davor aber lag nahezu ein ganzes Jahrhundert, das 20., in dem das Fach den schwierig \u00fcberlieferten, gattungsgeschichtlich problematischen und poetisch ungew\u00f6hnlichen Roman kaum beachtete. Die besonderen Probleme des \u201aFlore\u2018 k\u00f6nnen eine so distanzierte Position kaum erkl\u00e4ren \u2013 viel eher d\u00fcrfte sie ihre Ursache darin haben, wie das 19. Jahrhundert diese Probleme teils ungel\u00f6st hinterlassen, teils effektiv verdeckt hatte. Eine mit der Neuedition verbundene umfangreiche Untersuchung wertet die vorliegenden Daten zu \u201aFlore und Blanscheflur\u2018 grundlegend neu aus und recherchiert weitere. Nahezu alle aus dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart ungepr\u00fcft transportierten Handbuchangaben zu Roman und Autor \u2013 Datierung, Lokalisierung, Gattungszuordnung, intertextuelle Verbindungen \u2013 erweisen sich als ungesichert und fragw\u00fcrdig. Die Untersuchung zeigt wissenschaftsgeschichtliche Konflikte auf, die zur Entstehung und Kodifizierung solcher Angaben f\u00fchrten und unterbreitet Neuvorschl\u00e4ge, unter denen vor allem der Hinweis auf die \u2013 nicht zu belegende, doch wahrscheinlichere \u2013 Fr\u00fchdatierung des Romans in die Jahre um 1200 weitreichende literarhistoriographische Konsequenzen hat.<br>Wichtigstes Ergebnis des Projekts aber ist mit der erstmals alle \u00dcberlieferungszeugen gemeinsam auswertenden kritischen Neuedition des Romans die Erstellung eines transparenten und benutzbaren Arbeitstextes. Er ersetzt die 1846 entstandene, schon von den Zeitgenossen wegen ihrer rigiden Konjekturalkritik vorsichtig aufgenommene editio princeps (Sommer), deren \u2013 durch besondere Umst\u00e4nde ihrer Entstehung bedingte \u2013 Schwierigkeiten durch einen verbreiteten unkritischen Nachdruck von 1898 (Golther) den Romantext noch f\u00fcr die Gegenwartsforschung vielfach verstellen. Wie schon die \u00e4ltere Edition Sommers folgt auch die Neuausgabe als Leithandschrift der Heidelberger Handschrift (H) aus dem 15. Jahrhundert, f\u00fcr die nun eine vergleichsweise alte und gute Vorlage wahrscheinlich gemacht werden kann, und erg\u00e4nzt ihren Text n\u00f6tigenfalls durch die auf der gleichen Vorlage beruhende Berliner Schwesternhandschrift (B). Die \u00e4lteren Fragmente (F, P) werden diesem Textzustand im synoptischen Abdruck beigegeben. Eine grunds\u00e4tzliche editorische Entscheidung besteht darin, den an vielen Stellen erheblich gest\u00f6rt \u00fcberlieferten Text zwar einerseits in Form eines diplomatischen Abdrucks der Heidelberger Handschrift zu dokumentieren, ihn aber andererseits durch Emendation und Konjektur lesbar zu machen.<br>Da die franz\u00f6sische Vorlage, \u201aFloire et Blancheflor\u2018, in der Form, in der sie Konrad Fleck vorgelegen haben muss, nicht erhalten ist, ist dabei auch zu editorischen Zwecken ein komparatistisches Vorgehen geboten und die Position des deutschen Romans im dichten Netz der europ\u00e4ischen Fassungen des Stoffs zu bestimmen. Drei altfranz\u00f6sische, eine mittelniederl\u00e4ndische und eine altspanische Fassung stehen \u00fcber die verlorene Vorlage in indirekter Verbindung mit Konrad Flecks \u201aFlore und Blanscheflur\u2018 und werfen, wie auch eine fr\u00fchneuhochdeutsche Prosaaufl\u00f6sung des mittelhochdeutschen Textes, wiederholt Licht auf schwierige Stellen der \u00dcberlieferung.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n<br>\n\n<p>Richard Heinzel, Briefe an Wilhelm Scherer. Unter Mitarbeit von Christine Putzo hg. von Hans-Harald M\u00fcller und Felix Oehmichen, Stuttgart 2019 (Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Germanistik 11). | <a href=\"https:\/\/www.hirzel.de\/richard-heinzel-briefe-an-wilhelm-scherer\/9783777627427\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Info<\/a> |  | <a href=\"https:\/\/wp.unil.ch\/labelettres\/richard-heinzel-briefe-an-wilhelm-scherer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Labelettres<\/a> |<\/p>\n\n\n\n<p><strong><br>Herausgegebene Sammelb\u00e4nde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fccher und Identit\u00e4ten. Literarische Reproduktionskulturen der Vormoderne. \u00dcberstorfer Colloquium 2016, Wiesbaden 2020 [mit Nicole Eichenberger und Eckart Conrad Lutz].<br>| <a href=\"https:\/\/reichert-verlag.de\/autor\/e\/eichenberger_nicole\/9783954904334_buecher_und_identitaeten-detail\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Info<\/a> | | <a href=\"https:\/\/wp.unil.ch\/labelettres\/bucher-und-identitaten-literarische-reproduktionskulturen-der-vormoderne\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Labelettres<\/a> |<\/p>\n\n\n\n<p>Diagramm und Text. Diagrammatische Strukturen und die Dynamisierung von Wissen und Erfahrung. \u00dcberstorfer Colloquium 2012, Wiesbaden 2014 [mit Vera Jerjen und Eckart Conrad Lutz].<br>|&nbsp;<a href=\"https:\/\/reichert-verlag.de\/fachgebiete\/germanistik\/germanistik_germanistik_allgemein\/9783954900169_diagramm_und_text_diagrammatische_strukturen_und_die_dynamisierung_von_wissen_und_erfahrung-detail\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Info<\/a>&nbsp;| |&nbsp;<a href=\"https:\/\/wp.unil.ch\/labelettres\/diagramm-und-text-diagrammatische-strukturen-und-die-dynamisierung-von-wissen-und-erfahrung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Labelettres<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrsprachigkeit im Mittelalter. Kulturelle, literarische, sprachliche und didaktische Konstellationen in europ\u00e4ischer Perspektive. Mit Fallstudien zu den \u201aDisticha Catonis\u2018, Berlin und New York 2011 [mit Michael Baldzuhn].<br>|&nbsp;<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1515\/9783110254815\" target=\"_blank\">DOI<\/a>&nbsp;|  |&nbsp;<a href=\"https:\/\/wp.unil.ch\/labelettres\/mehrsprachigkeit-im-mittelalter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Labelettres<\/a> |  |&nbsp;<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=gQM3yEo5ZesC&amp;printsec=frontcover\" target=\"_blank\">Vorschau (Google)<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>Dialoge. Sprachliche Kommunikation in und zwischen Texten im deutschen Mittelalter. Hamburger Colloquium 1999, T\u00fcbingen 2003 [mit Nikolaus Henkel, Nigel F. Palmer und Martin H. Jones].<br>|&nbsp;<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783110953541\" target=\"_blank\">DOI<\/a>&nbsp;|  |&nbsp;<a href=\"https:\/\/books.google.ch\/books?id=aFsjjDUWGmsC&amp;dq=Dialoge.+Sprachliche+Kommunikation+in+und+zwischen+Texten&amp;hl=de&amp;source=gbs_navlinks_s\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vorschau (Google)<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p><strong><br>Beitr\u00e4ge<\/strong><\/p>\n\n\n\n\nMerlin und L\u00fcthild: Rheinische Heilige? Transferwege und Strategien der Adaptation franz\u00f6sischer und niederl\u00e4ndischer Erz\u00e4hlstoffe im <i>Rheinischen Merlin<\/i>. (Typoskript, 25 S.)\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der fragmentarisch \u00fcberlieferte <i>Rheinische Merlin<\/i>, eine in der zweiten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts im ripuarischen Raum entstandene Dichtung, verbindet die Lebensbeschreibungen zweier Figuren unterschiedlicher Herkunft miteinander. Nach lateinischen und franz\u00f6sischen Quellen, besonders der <i>Vita Merlini<\/i> und dem <i>Merlin en prose<\/i>, wird die Biographie des in der deutschen Literatur sonst kaum bekannten arthurischen Propheten Merlin in Form einer Bekennerlegende erz\u00e4hlt, chronologisch und ideell verbunden mit Wunderberichten aus dem Leben der rheinischen Lokalheiligen L\u00fcthild von L\u00fcftelberg. Der Beitrag analysiert die gezielte Umdeutung und Neufunktionalisierung der aus der Merlintradition bekannten Episoden und zeigt, dass auch die vor dem <i>Rheinischen Merlin<\/i> nicht sicher nachweisbare Figur der heiligen L\u00fcthild eine vergleichbare konstruktive Leistung des unbekannten Autors darstellen k\u00f6nnte, in diesem Fall nach der Vita der flandrischen Heiligen Phara\u00efldis von Gent. Die Niederlande und das zweisprachige Flandern, die anders als der oberdeutsche Sprachraum die franz\u00f6sischen Prosaromane und damit die Figur des arthurischen Propheten rezipierten, werden als Transferweg auch der franz\u00f6sischen Merlintradition ins Rhein-Maas-Gebiet wahrscheinlich. Im s\u00fcddeutschen Sprachraum d\u00fcrfte dieser Transfer dagegen durch Wolframs <i>Parzival<\/i> verhindert worden sein, dessen Entstehung und fr\u00fche Verbreitung mit der der ersten zwei Romane des Petit Cycle des Robert de Boron, darunter dem <i>Merlin en prose<\/i>, zusammenfiel, die ein von Wolframs Entwurf abweichendes Konzept des Grals und der Gralsgeschichte entwickeln. Ein fr\u00fcher Urkundenbeleg k\u00f6nnte auf eine Entstehung des <i>Rheinischen Merlin<\/i> im Umfeld Wilhelms IV. von J\u00fclich und Ricardas von Geldern hinweisen.\n<br><br>\nLes fragments du <i>Rheinischer Merlin<\/i>, une \u0153uvre compos\u00e9e en dialecte ripuaire dans la seconde moiti\u00e9 du 13\u00e8me si\u00e8cle, relie entre elles les descriptions de deux personnages d\u2019origines bien diff\u00e9rentes. Le fragment d\u00e9bute par une biographie du proph\u00e8te arthurien Merlin, peu connu ailleurs dans la litt\u00e9rature germanophone, qui s\u2019inspire de sources latines et francophones, notamment de la <i>Vita Merlini<\/i> et du <i>Merlin en prose<\/i>, et qui est racont\u00e9e sous la forme d\u2019une vie de saint (Bekennerlegende). Celle-ci est rapproch\u00e9e chronologiquement et id\u00e9ologiquement des r\u00e9cits des miracles de la vie d\u2019une sainte locale de la r\u00e9gion rh\u00e9nane, Luthilde de L\u00fcftelberg. La contribution analyse cette r\u00e9interpr\u00e9tation cibl\u00e9e et la nouvelle fonction que prennent les \u00e9pisodes merliniens, connus par ailleurs dans le reste de la tradition, et montre que la construction du personnage de Luthilde, une figure de sainte dont l\u2019existence ne peut \u00eatre attest\u00e9e avec certitude avant le <i>Rheinischer Merlin<\/i>, pourrait \u00eatre le r\u00e9sultat d\u2019un proc\u00e9d\u00e9 de construction similaire par l\u2019auteur anonyme qui reprend pour cette partie du texte des \u00e9l\u00e9ments de la vie de la sainte flamande Phara\u00efldis de Gand. Les Pays-Bas et la Flandre bilingue, o\u00f9, contrairement au sud de l\u2019Allemagne, est attest\u00e9e la r\u00e9ception des romans francophones en prose et avec eux celle du personnage du proph\u00e8te arthurien, doivent avoir probablement servi de voie de transfert pour la tradition merlinienne vers l\u2019espace Rhin-Meuse. Dans les territoires germanophones m\u00e9ridionaux, cependant, il se peut que le <i>Parzival<\/i> de Wolfram ait emp\u00each\u00e9 ce transfert. En effet, la composition et la diffusion pr\u00e9coce de ce roman ont co\u00efncid\u00e9 avec celles des deux premi\u00e8res parties du Petit Cycle de Robert de Boron, dont le <i>Merlin en prose<\/i>, qui proposent une conception du Graal et de son histoire diff\u00e9rente de celle que d\u00e9veloppe Wolfram. Une ancienne pi\u00e8ce documentaire pourrait sugg\u00e9rer que le <i>Rheinischer Merlin<\/i> a vu le jour dans l\u2019entourage de Guillaume IV de Julier et Ricarda de Gueldre.\n<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Paranarrative R\u00e4ume. Ekphrastisches Erz\u00e4hlen und visuelle Semantik in \u201aFloire et Blanchefleur\u2018 und \u201aFlore und Blanscheflur\u2018. (Typoskript, 28 S.)\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>&#8230;\n<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Nach Jerusalem! Strategien der Evokation von Raum und Reise in mittellateinischer, altfranz\u00f6sischer und mittelhochdeutscher Kreuzzugslyrik, [erscheint] in: Germanistica Euromediterrae 8 (2026).\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Die mentale Vergegenw\u00e4rtigung des irdischen Jerusalem ist fester Bestandteil mittelalterlicher Glaubenspraxis. Durch Gebets- und Meditationstechniken, die die imaginative Versetzung des eigenen Selbst an den Ort der Passion Christi implizieren, aber auch durch architektonische Nachbildungen der <i>via dolorosa<\/i> oder die Verbindung bestehender \u00f6rtlicher Raumstrukturen mit der Jerusalemtopographie der Evangelien gewinnt die heilige Stadt f\u00fcr Gl\u00e4ubige des Mittelalters eine unmittelbar erfahrene und erlebte Pr\u00e4senz, die nur nachrangig auf realgeographischen Elementen fu\u00dft, vorrangig auf heilsgeschichtlichen Dimensionen und damit verbundenen Raumstrukturen. Genau gegenl\u00e4ufig funktioniert die Evokation Jerusalems in der Kreuzzugslyrik, die nicht die mentale Herbeiholung des fernen Orts ins Hier und Jetzt, sondern eine konkrete Reise in den Orient und die physische Versetzung des Gl\u00e4ubigen in eine geographisch konkrete Stadt impliziert und imaginativ erfahrbar machen m\u00f6chte. Als zugleich realgeographischer und literarischer Ort sch\u00f6pft das so inszenierte Jerusalem seine Bedeutung indes aus demselben religi\u00f6sen Bezugsrahmen wie die aus dem Glaubensvollzug bekannte imaginierte Stadt. Vor diesem Hintergrund befragt der Beitrag Lieder aus dem Umfeld des F\u00fcnften Kreuzzugs darauf, ob und wie sich die Verschr\u00e4nkung der mental vertrauten Glaubensst\u00e4tte und des konkret aufgerufenen, unvertrauten geographischen Jerusalem in topographischen Strategien beobachten l\u00e4sst, und wie die gedachte Bewegung im konkreten Raum lyrisch evoziert wird.\n<br><br>\nThe mental evocation of the earthly Jerusalem is an integral part of medieval religious practice. Through prayer and meditation techniques that involve imagining oneself at the site of Christ\u2019s passion; through architectural replicas of the <i>via dolorosa<\/i>; and through the connection of local spatial structures with the topography of the Jerusalem of the Gospels, the holy city gains for medieval Christians a presence that is immediately experienced and only secondarily based on real landmarks, being instead grounded in salvation history and its associated spatial structures. The evocation of Jerusalem in crusade poetry works in exactly the opposite way, implying not the mental transfer of the distant city into the here and now, but a factual journey to the Orient and the physical transfer of the believer to a geographically concrete city, while also seeking to make it imaginatively experienceable. Staged as a place that is both real and literary, Jerusalem draws its meaning from the same frame of reference as the imagined city known from religious practice. Against this background, this article examines songs from the context of the Fifth Crusade to determine how the intertwining of the mentally familiar place of worship and the concretely evoked, unfamiliar geographical Jerusalem can be observed in topographical strategies, and how the imagined movement in concrete space is lyrically evoked.\n<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br><i>vnd sol her wigelis ouch also riten gegen ime<\/i>: Die Tituli des \u201aDonaueschinger Wigalois\u2018, [erscheint] in: Der Wigalois in Cod.  Donaueschingen 71 aus dem Kontext Diebold Laubers. Eine Handschrift des 15. Jahrhunderts im Zentrum neuer Forschungsans\u00e4tze, hg. von Sabine Griese und Christoph Mackert, [erscheint:] Berlin und Boston 2026 (Kulturtopographie des alemannischen Raums).\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>This article examines the tituli of the <em>Donaueschingen Wigalois<\/em> (Karlsruhe, BLB, cod. Don. 71), an illuminated manuscript attributed to the transitional phase between the \u2018Alsatian Workshop of 1418\u2019 and the workshop of Diebold Lauber in Hagenau. The tituli, which also function as chapter headings and as instructions for the illuminator, stand out from those of other manuscripts of the Alsatian workshops because of several characteristics, such as their level of detail and occasional switches from addressing the reader to addressing the illuminator. At the same time, their structure and linguistic form reveal two genetic layers: that of a lost source manuscript, which is also indicated by various types of copying errors, and that of a deliberate editing process, probably performed by the scribe of this manuscript, albeit in a strikingly inconsistent manner. This state of affairs is explained by the hypothesis that the lost source was a more sparsely illustrated <em>Wigalois<\/em> from the \u2018Workshop of 1418\u2019 and that the <em>Donaueschingen Wigalois<\/em> represents a revision of its earlier illustration programme, adding further illustrations to meet the higher standards that emerged in the early phase of the workshop of Diebold Lauber. This redesign, realized only partially, seems to have been conceived in the actual copying process rather than beforehand, which accounts for the unusual features and numerous mistakes in the tituli.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Verstrickungen. Konjekturale Konflikte in der fr\u00fchen germanistischen Editionsphilologie. Wilhelm Grimm \u2013 Emil Sommer \u2013 Karl Lachmann, in: Vernetzungen. Relationen (in) der medi\u00e4vistischen Literaturwissenschaft. Festschrift f\u00fcr Michael Stolz, hg. von Stefan Abel, Kathrin Chlench-Priber, Christian Sonder und Gabriel Viehhauser, Basel 2025, S. 283\u2013316.\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Folgt.\n<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n\n<br>Vergebliches Streben? Produktive Verschr\u00e4nkungen von Providenzlogik und Kontingenzerwartung in Prosaromanen der Fr\u00fchen Neuzeit (<i>Paris et Vienne<\/i>, <i>Paris und Vienna<\/i>, <i>Pierre de Provence<\/i>, <i>Die sch\u00f6ne Magelone<\/i>), in: Erz\u00e4hlbr\u00fcche. Die Heterogenit\u00e4t fr\u00fcher deutscher Prosa, hg. von Thomas Althaus und Elisabeth Lienert, Bielefeld 2025 (Philologie und Kulturgeschichte 16), S. 165\u2013192.\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Beitrag gilt Romanen des Sp\u00e4tmittelalters und der Fr\u00fchen Neuzeit, die als sp\u00e4te Ausl\u00e4ufer des \u201aLiebes- und Abenteuerromans\u2018 bzw. \u201ar\u00e9cit idyllique\u2018 gelten. Gemeinsamer Zug dieser heterogenen Romangruppe ist ihre schicksalhaft determinierte Handlungsstruktur, in der das aktive Planen und Tun der Figuren kaum eine Rolle f\u00fcr die Entwicklung des Geschehens und seinen Ausgang spielt. Damit einher geht eine Art der Figurenzeichnung, nach der die Protagonisten passiv und schicksalsergeben, mehr leidend als agierend, durch die providenziell gelenkte Handlung getragen werden: ein Konzept, das sich \u00fcber weitverzweigte Verbindungen auf das Figurenprofil des oder der erz\u00e4hlten Heiligen zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst und Nahtstellen zum hagiographischen Erz\u00e4hlen aufweist. Anhand von zwei franz\u00f6sischsprachigen Originalromanen des 15. Jahrhunderts und ihren deutschsprachigen Bearbeitungen, die auf das dem \u201aLiebes- und Abenteuerroman\u2018 eignende Strukturmuster der schicksalhaften Trennung und Wiedervereinigung eines Liebespaars zur\u00fcckgreifen, verfolgt der Beitrag konzeptionelle Ausbruchsversuche aus den Vorgaben der strukturell ererbten Schicksalslogik. Sowohl \u201aParis et Vienne\u2018 des Pierre de la C\u00e9p\u00e8de als auch \u201aPierre de Provence\u2018 eines unbekannten Verfassers entwerfen Protagonisten, die in einer vom Strukturentwurf des \u201aLiebes- und Abenteuerromans\u2018 gepr\u00e4gten Erz\u00e4hlwelt bem\u00fcht sind, den Verlauf der Ereignisse ihren Zielen entsprechend zu beeinflussen. Aus dem somit doppelt, gleichsam redundant codierten Handlungsverlauf, in dem Schicksals- und Figurensteuerung paradox ineinandergreifen, entsteht im Fall von \u201aParis und Vienne\u2018 ein narrativer \u00dcberschuss, der sich in Figuren- und Situationskomik entl\u00e4dt. Im Fall von \u201aPierre de Provence\u2018 l\u00e4sst sich am Verlauf der Handlung verfolgen, wie die paradoxe Semantik der erz\u00e4hlten Handlung zun\u00e4chst in offensichtliche Erz\u00e4hlbr\u00fcche f\u00fchrt, im Fortgang der Handlung jedoch zu komplexen logischen Verschr\u00e4nkungen, \u00fcber die die Integration von Figurenwillen und Schicksalsf\u00fcgung zumindest oberfl\u00e4chlich gelingt. In beiden F\u00e4llen aber nehmen die deutschsprachigen Bearbeitungen \u2013 der 1488 gedruckte niederdeutsche Roman \u201aParis und Vienna\u2018, die bald nach 1510 in N\u00fcrnberg entstandene \u201aHystoria von dem edeln Ritter Peter von Provenz und der sch\u00f6nen Magelona\u2018 und die Rezeption von Veit Warbecks \u201aSch\u00f6ner Magelone\u2018 (1527\/1535) \u2013 die innovativen Z\u00fcge ihrer Vorlagen zur\u00fcck. Sie deuten die Verschr\u00e4nkung von Providenzlogik und Kontingenzbewusstsein moraldidaktisch oder l\u00f6sen sie in Erkenntnisaufgaben und Handlungsanleitungen f\u00fcr intendierte Leser und Leserinnen auf.\n<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n\n\n<br>Floire und Blanchefleur im deutschen Norden. Eine text- und stoffgeschichtliche Spurensuche. Mit Edition der ripuarischen Fragment\u00fcberlieferung, in: Literatur im mittelniederdeutschen Sprachraum (1200\u20131600). Produktion und Rezeption, hg. von Franz-Josef Holznagel und Jan C\u00f6lln, Berlin 2025 (Wolfram-Studien 27), S. 567\u2013606 [mit Bernd Bastert]. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.37307\/b.978-3-503-21298-9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Beitrag behandelt den in f\u00fcnf Handschriften des 15. Jahrhunderts \u00fcberlieferten mittelniederdeutschen Roman \u201aFlos unde Blankeflos\u2018, eine der vielen Fassungen des seit dem 12. Jahrhundert in zahlreichen europ\u00e4ischen Literaturen kursierenden franz\u00f6sischen Erz\u00e4hlstoffs von Floire und Blanchefleur. Aufgrund seines ungew\u00f6hnlichen Handlungsbestands, aber auch angesichts der handlungsbetonten Erz\u00e4hlweise und der im Vergleich mit anderen Fassungen schlichten Gestaltung gilt \u201aFlos und Blankeflos\u2018 als k\u00fcnstlerisch anspruchslose, freie Bearbeitung im st\u00e4dtisch-kaufm\u00e4nnischen Milieu des Sp\u00e4tmittelalters. Dagegen kann der Beitrag zeigen, dass das wenig beachtete ripuarische Fragment eines Romans von \u201aFlors inde Blankeflors\u2018, das in der ersten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts nach einer unbekannten franz\u00f6sischen Fassung entstand und als Vorlage des niederdeutschen Bearbeiters gilt, einen im Versbestand in gro\u00dfen Teilen \u00fcbereinstimmenden, im Wortlaut \u00e4hnlichen bis identischen Text bietet. Es muss mithin als Zeuge der gleichen Fassung des Romans gelten, den die niederdeutsche Sp\u00e4t\u00fcberlieferung repr\u00e4sentiert. Der ungew\u00f6hnliche Handlungsbestand der ripuarisch-niederdeutschen Fassung l\u00e4sst damit und auch im Vergleich mit franz\u00f6sischen und arabischen Quellen auf eine \u00e4ltere franz\u00f6sische Vorlage schlie\u00dfen, deren Handlungsbestand von den erhaltenen franz\u00f6sischen Fassungen des Stoffs abwich und auf die Fr\u00fchgeschichte des Stoffs verweisen k\u00f6nnte. Dem Artikel beigegeben ist eine Edition des ripuarischen Fragments mit einer \u00dcbertragung ins Neuhochdeutsche.<br><br>This article discusses the Middle Low German romance <em>Flos unde Blankeflos<\/em>, which has been preserved in five fifteenth-century manuscripts. It is one of numerous versions of the French Floire and Blanchefleur material that, from the twelfth century onwards, circulated across many European literatures. Due to unusual plot elements in the Middle Low German version, as well as its plot-centred narrative design and its style, which seems simple in comparison to other versions, <em>Flos unde Blankeflos<\/em> has been deemed a free adaptation of a low artistic level, originating from an urban mercantile background in the late Middle Ages. This article, however, shows that the little-considered fragments of a Ripuarian <em>Flors inde Blankeflors<\/em> romance from the first half of the thirteenth century, which are based on a lost French romance and are considered the Middle Low German author\u2019s source, provide a similar text with only insignificant variants. Hence, they preserve the same version of the romance as the late Middle Low German manuscripts. It is further shown that some of the unusual plot elements of <em>Flos unde Blankeflos<\/em> are supported by French and possibly also by Arabic sources. The Ripuarian-Low German version thus points to an older French version of the Floire and Blanchefleur material whose storyline differed from that of the preserved French versions, thus potentially shedding new light on the early history of the material. The article is accompanied by an edition of the Ripuarian fragment, together with a Modern German translation.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Durch Raum und Zeit gespiegelt. Analogische Strukturverfahren und diagrammatisches Prinzip im \u201aApollonius von Tyrlant\u2018 des Heinrich von Neustadt, in: <span style=\"font-variant: small-caps\">Reflexion &amp; Illumination<\/span>. Facetten analogischer Bedeutungsbildung in der Vormoderne. Facettes de la construction de sens par analogie \u00e0 l\u2019\u00e9poque pr\u00e9moderne, hg. von Ren\u00e9 Wetzel, Katharina P. Gedigk und Robert Gisselbaek, Basel 2025 (Significatio 2), S. 163\u2013189. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.24894\/978-3-7965-5197-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Beitrag gilt dem vielfach konstatierten handlungsstrukturellen Problem des um 1300 entstandenen \u201aApollonius\u2018 des Heinrich von Neustadt. Heinrich erweitert seine Vorlage, die sp\u00e4tantike \u201aHistoria Apollonii regis Tyri\u2018 um einen komplexen Binnenteil, in dem er zahlreiche Episoden, Figuren und Schaupl\u00e4tze scheinbar additiv aneinanderreiht. Der auf diese Weise geschaffene Roman l\u00e4sst, mit modernen Augen betrachtet, so geringen inneren Zusammenhang erkennen, dass er sich dem analytischen Zugriff weitgehend entzieht. Demgegen\u00fcber wird hier eine Lekt\u00fcre des mittelhochdeutschen \u201aApollonius\u2018 vorgeschlagen, die die Binnenerz\u00e4hlung nicht als sequenzielle Struktur begreift, sondern als diagrammatisches Gebilde erfasst, das wesentlich durch analogische Bez\u00fcge und Spiegelph\u00e4nomene erzeugt wird. Sichtbar wird eine historische Form von Narrativit\u00e4t, die vom sequenzlogisch bestimmten Modell neuzeitlichen Narrationsverst\u00e4ndnisses abweicht.<\/p>\n<p>This article examines the frequently noted problem posed by the structure of Heinrich von Neustadt\u2019s Apollonius, written around 1300. Heinrich expands his source, the late antique Historia Apollonii regis Tyri, with an embedded section in which he appears to string numerous episodes, characters, and settings together in a purely additive manner. Seen with modern eyes, the romance thus created displays so little coherence that it largely defies attempts at interpretation. In contrast to this, a reading of the Middle High German Apollonius is proposed that regards the embedded narrative not in terms of sequential logic but rather as part of a diagrammatic structure created primarily by relations of analogy and mirroring. As a result, a historical form of narrativity that differs from the sequentially oriented model of modern narration becomes apparent.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>\u201aAlmuosa\u2018. Bruchst\u00fccke einer unbekannt gebliebenen geistlichen Verserz\u00e4hlung des 13. (oder fr\u00fchen 14.) Jahrhunderts, in: Zeitschrift f\u00fcr deutsches Altertum und deutsche Literatur 153 (2024), S. 425\u2013457. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3813\/zfda-2024-0021\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Beitrag gilt den Bruchst\u00fccken und Leimabklatschen einer um 1300 entstandenen Handschrift aus dem westmitteldeutschen, wohl rheinfr\u00e4nkischen Sprachraum, die als Einbandverst\u00e4rkung der Inkunabel Mainz, Gutenberg-Museum, StB Ink 626, dienten. Sie \u00fcberliefern Reste eines sonst nicht bekannten h\u00f6fischen Erz\u00e4hltextes in fortlaufenden Versen. Etwa die H\u00e4lfte der ca. 250 noch erkennbaren Verse sind besch\u00e4digt, die erhaltenen Partien bilden keinen Zusammenhang. Die Handlung des fragmentierten Textes l\u00e4sst sich nicht rekonstruieren, doch handelt es sich um eine geistlich gepr\u00e4gte Erz\u00e4hlung wohl gr\u00f6\u00dferen Umfangs, die den Behelfstitel \u201aAlmuosa\u2018 erhalten soll. M\u00f6gliche Parallelen mit erhaltenen geistlichen Verserz\u00e4hlungen, besonders mit \u201aDer arme Ritter\u2018 und dem Erz\u00e4hlstoff vom M\u00e4dchen namens Maria, werden diskutiert. Der Artikel enth\u00e4lt eine diplomatische Transkription und den Versuch einer versweisen Anordnung der erhaltenen St\u00fccke in einer hypothetischen Reihenfolge.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n\n<br>Fictionality and the Alterity of Premodern Literature, in: Handbook of Diachronic Narratology, hg. von Peter H\u00fchn, John Pier und Wolf Schmid, Berlin und Boston 2023 (Narratologia 86), S. 810\u2013832. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783110617481-040\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Artikel diskutiert die methodischen Schwierigkeiten einer historischen Konzeptualisierung von Fiktionalit\u00e4t mit Blick auf die volkssprachige Literatur des Mittelalters und der Fr\u00fchen Neuzeit, f\u00fcr die zentrale Komponenten des modernen Fiktionalit\u00e4tsverst\u00e4ndnisses \u2013 wie k\u00fcnstlerische Autonomie, individuelle Kreativit\u00e4t, ein realit\u00e4tsbasierter Wahrheitsbegriff oder der \u00e4sthetische Dispens von der Wahrheitsverpflichtung \u2013 nicht vorauszusetzen sind. Entwickelt wird ein deskriptives Modell, das Fiktionalit\u00e4t in Abgrenzung von Faktualit\u00e4t (nicht aber Faktizit\u00e4t) beschreibt und als skalares sowie kompositionelles Ph\u00e4nomen versteht: Der fiktionale oder faktuale Status eines Textes kann unterschiedlich stark ausgepr\u00e4gt sein, und ein Text kann sowohl fiktionale als auch faktuale Partien enthalten. Als wesentlichen Kriterium eines diachronen Fiktionalit\u00e4tsbegriff wird ferner der Einbezug historisch spezifischer institutioneller Praktiken beschrieben: Im Gegensatz zur neuzeitlichen Konvention des \u201emake-believe\u201c wird f\u00fcr die vormoderne Literatur die interpassive Technik eines \u201edelegated belief\u201c identifiziert, durch welche die Frage nach dem Wahrheitsgehalt nicht dispensiert, sondern einer unbestimmten externen Instanz \u00fcberantwortet wird.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Fictionality in Medieval and Early Modern German Literature, in: Handbook of Diachronic Narratology, hg. von Peter H\u00fchn, John Pier und Wolf Schmid, Berlin und Boston 2023 (Narratologia 86), S. 833\u2013853. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783110617481-041\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Auf Grundlage des im Artikel \u201eFictionality and the Alterity of Premodern Literature\u201c entwickelten historischen Fiktionalit\u00e4tsbegriff untersucht dieser Beitrag die wichtigsten narrativen Gattungen der deutschsprachigen weltlichen Literatur des Mittelalters und der Fr\u00fchen Neuzeit auf ihre variierenden institutionellen Praktiken von Fiktionalit\u00e4t oder Faktualit\u00e4t. Gegen\u00fcber den st\u00e4rker faktual gepr\u00e4gten Heldenepen, Antikenromanen und sp\u00e4th\u00f6fischen Romanen treten innerhalb der mittelhochdeutschen Literatur Artusroman und M\u00e4rendichtung als Gattungen hervor, die fr\u00fche Formen interpassiv determinierter Fiktionalit\u00e4t zu entwickeln scheinen. Fr\u00fchneuzeitliche Prosaromane bildeten unter gestiegenem Legitimierungsdruck neue Strategien der bedingten Wahrheitsabweichung heraus, von denen jedoch keine direkte Linie zum selbstreferentiellen, k\u00fcnstlerisch autonomen Fiktionalit\u00e4tsverst\u00e4ndnis der Neuzeit f\u00fchrt. Dieses entstand unter ver\u00e4nderten \u00e4sthetischen Voraussetzungen erst im 18. Jahrhundert.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>\u201aAinune\u2018 oder: Von fern und auf den ersten Blick geliebt? Erz\u00e4hlte Minnekasuistik in einem Fragment des 13. Jahrhunderts. Mit Textedition und \u00dcbertragung, in: Zeitschrift f\u00fcr deutsches Altertum 151 (2022), S. 431\u2013465. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3813\/zfda-2022-0014\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Beitrag gilt dem Bruchst\u00fcck eines h\u00f6fischen Erz\u00e4hltextes \u00fcber eine K\u00f6nigin Ainune aus dem zweiten Viertel des 13. Jh.s. Das bisher kaum erschlossene Fragment wird in seinen \u00dcberlieferungsspuren, handlungsstrukturell, thematisch und gattungsgeschichtlich untersucht, um es, soweit es der unvollst\u00e4ndige Zustand erlaubt, in seinen literatur- und diskursgeschichtlichen Bez\u00fcgen zu verorten. Dabei zeichnen sich die Konturen einer Verserz\u00e4hlung ab, in welcher ein liebestheoretischer Kasus narrativ pr\u00e4sentiert wird. Strukturelle Analogien bestehen zu dialogischen Formen altokzitanischer und altfranz\u00f6sischer Lyrik wie dem Partimen oder <em>jeu-parti<\/em>. Beigegeben ist eine Edition der erhaltenen 314 Verse mit einer \u00dcbertragung ins Neuhochdeutsche.<br><br>Ainune, or, Loved from far away and at first sight? Narrated love casuistry in a thirteenth-century fragment, with an edition and translation<br>This article examines the fragment of a courtly narrative about a queen called Ainune from the second quarter of the thirteenth century. The fragment, which has hitherto scarcely been studied at all, is explored with respect to its transmission, narrative structure, subject matter, and genre classification in order to position it, as far as the fragmentary state allows, within the context of literary and discourse history. The results suggest a verse novella in which a love-theory <em>casus<\/em> is presented in narrative form. Structural analogies to Old Occitan and Old French dialogic lyric poetry, such as the <em>partimen<\/em> or <em>jeu-parti<\/em>, are identified. The article is accompanied by an edition of the surviving 314 verses, together with a Modern German translation.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Literarische Reproduktionskulturen. Zur Einleitung, in: B\u00fccher und Identit\u00e4ten. Literarische Reproduktionskulturen der Vormoderne. \u00dcberstorfer Colloquium 2016, hg. von Nicole Eichenberger, Eckart Conrad Lutz und Christine Putzo, Wiesbaden 2020, S. 9\u201312 [mit Nicole Eichenberger und Eckart Conrad Lutz]. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/reichert-verlag.de\/media\/pdf\/9783954904334_sample.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Volltext<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Das Format der Literatur, ihre materielle und mediale Erscheinung im handgeschriebenen Codex oder im gedruckten Buch, sind in den letzten Jahrzehnten zunehmend in den Fokus der medi\u00e4vistischen Forschung ger\u00fcckt. Der <i>material turn<\/i> in den Literaturwissenschaften bedeutete die \u00dcberwindung der Dichotomie von materieller Form und semiotischem Gehalt von Schrift und Buchk\u00f6rper. Neuimpulse dieser Einsicht betreffen alle Bereiche des literarischen Prozesses: auf der Produktionsebene die Untersuchung kultureller Praktiken im Schnittfeld von Sprache, Technologie und K\u00f6rper, auf der Ebene des Texttr\u00e4gers den Beginn der planm\u00e4\u00dfigen Erschlie\u00dfung und Dokumentation in gro\u00df angelegten Digitalisierungsprojekten, auf der Rezeptionsebene den Nachvollzug von visuellen Perzeptionsmodi und den damit verbundenen Sinnbildungsmustern.\nDoch kann die Erkenntnis, dass Literatur eine gegenst\u00e4ndliche Form hat, einen Schritt weiter f\u00fchren, erfasst man das materiale Buch nicht als autonomes Objekt, sondern erlaubt eine prozesshafte Perspektive auf die genannten Bereiche: Von der Schreibszene und der Konzeption des materialen Textes \u00fcber seinen Tr\u00e4ger bis hin zur intendierten und zur tats\u00e4chlichen Rezeption \u00f6ffnet sich der Blick auf dynamische Verl\u00e4ufe, die hier als literarische Reproduktionsprozesse bezeichnet seien. Aus historischer Warte liegt ein besonderer Reiz dieser Perspektive darin, dass das materiale Buch als Artefakt und physisch erhaltener Zeuge eines solchen Prozesses die ungleich verg\u00e4nglicheren, situativ gebundenen Konstellationen der Produktion und Rezeption \u00fcberdauert, welche erst die historische Analyse bedingt erschlie\u00dfen und mit dem materialen Objekt verbinden kann. Zu untersuchen ist damit nicht nur das Verh\u00e4ltnis von Materialit\u00e4t und Textualit\u00e4t, sondern zugleich die Frage nach der Materialisierung und nach der Textualisierung kultureller und historischer Ph\u00e4nomene. Dies verlangt einen historischen Zugriff, der Produktions- und Rezeptionskontexte gleicherma\u00dfen in gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4ngen und in Mikroperspektive, im Sinne einer Poetik der Kultur, zu untersuchen bereit ist. <\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Ein heimliches Verl\u00f6bnis und die Folgen. Georg Spalatins Druckausgabe der \u201aSch\u00f6nen Magelone\u2018 (1535) im Kontext der kurs\u00e4chsischen Reformation, in: B\u00fccher und Identit\u00e4ten. Literarische Reproduktionskulturen der Vormoderne. \u00dcberstorfer Colloquium 2016, hg. von Nicole Eichenberger, Eckart Conrad Lutz und Christine Putzo, Wiesbaden 2020, S. 253\u2013291. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/serval.unil.ch\/en\/notice\/serval:BIB_9851DA9BC5B0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Serval<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Die von Georg Spalatin veranstaltete Druckausgabe von Warbecks \u203aSch\u00f6ner Magelone\u2039 (Augsburg: Heinrich Steiner 1535) ist das entscheidende Bindeglied f\u00fcr die Vermittlung des \u00fcberaus erfolgreichen Romans in die deutsche Literatur und von dort aus in die meisten anderen nord- und osteurop\u00e4ischen Sprachen. Doch lagen die Umst\u00e4nde, die den Humanisten, Lutherfreund und Kirchenpolitiker zur Publikation eines Liebesromans aus Frankreich bewegten, bisher im Dunkeln, zumal ein Sendbrief, den Spalatin der Druckausgabe voranstellte, eine widerspruchsfreie Lekt\u00fcre nicht zulie\u00df und die darin behauptete exemplarische Wirkung des Romans mit der Handlung unvereinbar schien. Der vorliegende Beitrag zeigt dagegen, dass die Magelonengeschichte aus Spalatins Sicht ein vieldiskutiertes eherechtliches Problem der fr\u00fchen Reformation in Kursachsen aufrufen musste: die Frage nach dem Umgang mit <em>coniugia clandestina<\/em>, heimlichen Verl\u00f6bnissen ohne Einwilligung der Eltern. Dabei entsprach Spalatins Standpunkt in den 1520er und 1530er Jahren noch nicht der in den folgenden Jahrzehnten entwickelten protestantischen Ehelehre und wich auch von der prominenteren Position Luthers ab. Erst aus diesem Blickwinkel zeigt sich die Koh\u00e4renz des Sendbriefs. Es wird erkennbar, dass Spalatin die Geschichte von Peter und Magelona als didaktischer und juristischer Idealverlauf einer klandestinen Eheschlie\u00dfung erscheinen musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Georg Spalatin\u2019s edition of Warbeck\u2019s \u203aSch\u00f6ne Magelone\u2039 (Augsburg: Heinrich Steiner, 1535) is the crucial link in the dissemination of this extremely popular romance in German literature and, from there, to many other North and East European literatures. However, it has so far remained unclear for which reasons Spalatin, the humanist, friend of Luther and church politician, should have published a love romance from France, especially since the dedicatory epistle (<em>Sendbrief<\/em>) with which he prefaced the edition does not seem to allow a consistent reading. Also, the exemplary function of the romance, which the <em>Sendbrief<\/em> claims, seems incompatible with the plot. In contrast to this, the present contribution argues that, from Spalatin\u2019s perspective, the story of Magelona must have invoked a much-discussed problem of marriage law in the early Reformation in Electoral Saxony: the question of how to deal with <em>coniugia clandestina<\/em>, secret engagements without the parents\u2019 consent. Spalatin\u2019s position in the 1520s and 1530s did not yet correspond to the Protestant teaching on marriage as it was developed in the following decades, and it also differed from Luther\u2019s more prominent view. It is only from this perspective that the coherence of the <em>Sendbrief<\/em> reveals itself. It further becomes evident that, from a didactic and legal point of view, the story of Peter and Magelona must have appeared to Spalatin as the ideal course of a secret engagement.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Fid\u00e9lit\u00e9 cr\u00e9ative. La mise en prose de \u201aFlore und Blanscheflur\u2018 dans le \u201aZ\u00fcrcher Buch vom heiligen Karl\u2018 du XV<sup>e<\/sup> si\u00e8cle, in: Intin\u00e9raires de <em>Floire et Blancheflor<\/em> du XII<sup>e<\/sup> au XVI<sup>e<\/sup> si\u00e8cle: Mise en livre, diffusion et r\u00e9ception, \u00e9d. par Sofia Lod\u00e9n, Vanessa Obry et Anne R\u00e9ach-Ng\u00f4, Paris 2019 (Cahiers de Recherches M\u00e9di\u00e9vales et Humanistes 38), S. 285\u2013298.  | <a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.15122\/isbn.978-2-406-10454-4.p.0285\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a> |\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Le \u201aZ\u00fcrcher Buch vom heiligen Karl\u2018 (avant 1475) est une compilation de sources allemandes et latines sur Charlemagne, assembl\u00e9es pour pr\u00e9senter une vie du saint. L\u2019article analyse le pr\u00e9ambule du \u201aZ\u00fcrcher Buch\u2018, l\u2019histoire de Florus et Pantschiflur, racont\u00e9e selon le roman \u201aFlore und Blanscheflur\u2018 de Konrad Fleck (vers 1200), lui-m\u00eame adapt\u00e9 du \u201aConte de Floire et Blancheflor\u2018, et met en \u00e9vidence le remaniement structurel et l\u2019interpr\u00e9tation hagiographique du texte par l\u2019auteur de la mise en prose.<\/p>\n\n\n\n<p>The <em>Z\u00fcrcher Buch vom heiligen Karl<\/em> (before 1475) is a compilation of German and Latin sources about Charlemagne, brought together in order to present a saint\u2019s life. The article analyses the opening of the <em>Z\u00fcrcher Buch<\/em>, which contains the story of Florus and Pantschiflur as told in Konrad Fleck\u2019s romance <em>Flore und Blanscheflur<\/em> (c. 1200), and which is an adaptation of the <em>Conte de Floire et Blancheflor<\/em>. The episode highlights the structural reworking of the text as well as the hagiographic interpretations of the author of the <em>Z\u00fcrcher Buch<\/em>.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Pierre und Maguelonne in Sachsen. Die Rezeption der <em>Belle Maguelonne<\/em> am kurf\u00fcrstlichen Hof und Veit Warbecks deutsche Fassung (1527), in: Romania und Germania. Kulturelle und literarische Austauschprozesse in Sp\u00e4tmittelalter und Fr\u00fcher Neuzeit, hg. von Bernd Bastert und Sieglinde Hartmann, Wiesbaden 2019 (Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft 22), S. 224\u2013250. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/serval.unil.ch\/en\/notice\/serval:BIB_AF0DC6862E0C\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Serval<\/a>&nbsp;|<br>\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Veit Warbecks einflussreiche \u00dcbertragung der \u201aBelle Maguelonne\u2018 ins Deutsche (1527) stellt den Endpunkt eines jahrzehntelangen, intensiven Rezeptionsprozesses des franz\u00f6sischen Romans am kurs\u00e4chsischen Hof dar. In einer ersten Phase, zur Regierungszeit Friedrichs des Weisen, war dieser Prozess vom aktiven und produktiven Umgang mit dem franz\u00f6sischen Text gepr\u00e4gt, wenn auch kaum im literarisch-kulturellen Sinne, sondern im Zusammenhang eines sprachlichen und sprachdidaktischen Interesses. Mindestens vier Exemplare der \u201aBelle Maguelonne\u2018 sind seit den 1480er Jahren am Hof nachweisbar, darunter zwei unabh\u00e4ngig voneinander entstandene Druckabschriften, die den Text durch lateinische Interlinearglossen als franz\u00f6sische Sprachlehrb\u00fccher aufbereiten: Neben dem gut bekannten Coburger Manuskript ist auch auf eine bisher wenig beachtete, heute in Jena liegende Handschrift hinzuweisen. Letztere ist von besonderer Bedeutung, weil sie eine eigenst\u00e4ndige Bearbeitung des franz\u00f6sischen Romans bietet, die am s\u00e4chsischen Hof durch einen deutschsprachigen Redaktor angefertigt wurde. In der folgenden Generation erlahmte das Interesse am Erlernen des Franz\u00f6sischen am Hof, wenn auch die franz\u00f6sische Sprache und Kultur weiterhin eine wichtige Rolle spielten. Johann Friedrich I. trug eine beachtliche Sammlung franz\u00f6sischer B\u00fccher zusammen, darunter zahlreiche Romane, mit denen er jedoch ein eher repr\u00e4sentatives als literarisches Interesse verbunden zu haben scheint. Vieles weist darauf hin, dass er die franz\u00f6sische Sprache kaum beherrschte. Dass ein einziges seiner B\u00fccher, die am Hof lange bekannte und in mehreren Exemplaren vorhandene \u201aBelle Maguelonne\u2018, ins Deutsche \u00fcbertragen wurde, k\u00f6nnte damit zu erkl\u00e4ren sein, dass gerade dieser Roman den Kurprinzen \u2013 oder ein anderes Mitglied des Hofs \u2013 auch inhaltlich interessierte, vielleicht aufgrund der enthaltenen Turnierschilderungen. Die \u00dcbertragung durch Warbeck, der am s\u00e4chsischen Hof f\u00fcr die franz\u00f6sische Korrespondenz zust\u00e4ndig war, stellt sich aus dieser Perspektive als Auftragswerk dar.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>An der Grenze der Literaturgeschichte. Rudolf von Ems und der deutschsprachige \u201aClig\u00e8s\u2018, in: Germanistik in der Schweiz 14 (2017), S. 31\u201348. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.24894\/1664-2457.90017\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Beitrag behandelt die Frage, wie die zwei unterschiedlichen Zuschreibungen eines deutschen \u201aClig\u00e8s\u2018 durch Rudolf von Ems zu erkl\u00e4ren sind: Rudolf nennt im Literaturexkurs seines \u201aAlexander\u2018 Konrad Fleck als Verfasser dieses \u201aClig\u00e8s\u2018, im Literaturexkurs seines&nbsp;\u201aWillehalm von Orlens\u2018 dagegen Ulrich von T\u00fcrheim. Nur von letzterem haben sich Fragmente einer mittelhochdeutschen \u201aClig\u00e8s\u2018-Dichtung erhalten. In wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive werden zun\u00e4chst die unterschiedlichen Hypothesen zur Erkl\u00e4rung dieses Befunds diskutiert. Dabei erweist sich, dass der Frage auch ein textkritisches Problem zugrunde liegt: Die g\u00e4ngige Edition des \u201aAlexander\u2018 durch Junk enth\u00e4lt an der fraglichen Stelle des Literaturexkurses eine Konjektur, die eine ambivalente Aussage verdeckt. Liest man den Text dagegen in der einzigen Handschrift, die diese Passage \u00fcberliefert, und bezieht dabei auch die unterschiedlichen kommunikativen Zusammenh\u00e4nge ein, in denen Rudolfs Literaturexkurse jeweils entstanden, k\u00f6nnte schon der&nbsp;\u201aAlexander\u2018 einen Hinweis darauf enthalten, dass Ulrich von T\u00fcrheim eine von Konrad Fleck hinterlassene \u00e4ltere Fassung des \u201aClig\u00e8s\u2018, m\u00f6glicherweise einen Torso, erneuert oder fortgesetzt hat.<br><\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Narration und Diagrammatik. Eine Vor\u00fcberlegung und sieben Thesen, in: LiLi. Zeitschrift f\u00fcr Literaturwissenschaft und Linguistik 44, Heft 176 (2014), Themenheft \u201aDiagramm und Narration\u2018, S. 77\u201392.  |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/BF03379715\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>This article proposes a view of narrative that does not depend on the traditional perspective of temporal sequence but emphasizes the <em>spatial<\/em> structure of literary narrative. Contrary to the prevalent treatment of space in narrative theory, the notion of spatiality in this context refers not to the space that is represented by the narrative (e.g. the setting and other spatial elements of the fictional world) but to the space that represents it: first, the graphic surface of the text; second, the (quasi-)spatial mental representation of its content that is produced in the process of reception. It is argued that these conditions form the primary ontological mode of narrative, whereas the temporal development of a story is an aesthetic illusion that has been specifically stimulated by the narrative conventions of approximately the past three centuries and must thus be considered a secondary effect. The diagrammatic, as a way of both depicting data and perceiving relations through spatial representation, thus forms a more adequate methodological approach to understanding narrative structure than approaches that are implicitly derived from the \u2018grammar\u2019 of narrative in the structuralist sense and its sequential logic.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Narrative Diagrammatik. Mit einer Modellanalyse: Die Diagrammatik des \u201aDecameron\u2018, in: Diagramm und Text. Diagrammatische Strukturen und die Dynamisierung von Wissen und Erfahrung. \u00dcberstorfer Colloquium 2012, hg. von Eckart Conrad Lutz u.a., Wiesbaden 2014, S. 413\u2013450.<br> |&nbsp;<a href=\"https:\/\/serval.unil.ch\/notice\/serval:BIB_2554A89C89A7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Serval<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Taking as a starting point the seeming inconsistency of late-medieval romances notoriously \u2018run wild\u2019 (<em>verwildert<\/em>), this article is concerned with the description of an abstract form of narrative coherence that is based on the notion of the diagrammatic. In a first section, this concept is illustrated in a simplified manner by an analysis of Boccaccio\u2019s <em>Decameron<\/em> based on two levels of spatial structure: that of the autograph Berlin manuscript (Codex Hamilton 90) and that of the recipient\u2019s mental visualisation of the relations between the frame and the tales of the work. It is argued that the connectivity of the work as a whole depends on the perception of those two spatial representations of the plot. A second section develops this concept in a more theoretical fashion, drawing on Charles Sanders Peirce\u2019s notion of diagrammatic reasoning as a way of perceiving relations through mental and material topological representations. Correspondingly, a view of narrative is proposed that does not depend on the traditional perspective of temporal sequence but emphasizes the spatial structure of literary narrative. It is argued that these conditions form the primary ontological mode of narrative, whereas the temporal development of a story is an aesthetic illusion that has been specifically stimulated by the narrative conventions of approximately the past three centuries and must thus be considered a secondary effect. To conclude, an interpretation in miniature of an aspect of Heinrich von Neustadt\u2019s <em>Apollonius von Tyrland<\/em> that seems to have \u2018run wild\u2019 is undertaken from a diagrammatic perspective.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br><\/a>Daniel Sudermann als Romanleser. Spuren weltlicher Literatur des Mittelalters in einer geistlichen B\u00fcchersammlung der Fr\u00fchen Neuzeit, in: Oxford German Studies 43 (2014), Themenheft \u201aThe German Middle Ages in the Sixteenth to Eighteenth Centuries. Reception and Transformation\u2018, S. 420\u2013441. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1179\/0078719114Z.00000000069\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Beitrag untersucht Handschriften mit weltlichen Texten, die sich aus der geistlichen B\u00fcchersammlung des Spiritualisten und Schwenckfeld-Anh\u00e4ngers Daniel Sudermann (1550\u2013ca. 1631) erhalten haben oder f\u00fcr diese Sammlung erschlossen werden k\u00f6nnen. Anhand von Lekt\u00fcrenotizen Sudermanns in seinen Handschriften sowie einem kommentierten B\u00fccherverzeichnis, aber auch anhand von inhaltlichen Bez\u00fcgen der Texte untereinander werden m\u00f6gliche Anziehungspunkte und konkrete Leseinteressen rekonstruiert, die Sudermann mit der Profanliteratur des Mittelalters verbunden haben k\u00f6nnte. Dabei erweist sich, da\u00df Sudermann die weltliche Romanliteratur des Mittelalters entgegen der bisherigen Einsch\u00e4tzung durchaus gew\u00fcrdigt hat. Allerdings las er sie nicht mit der Faszination an der Fiktion, die ihren mittelalterlichen Lesern zuzutrauen ist, sondern rezipierte sie im Sinne historischer Quellen, wobei zwei Interessenschwerpunkte zu identifizieren sind: Sudermann besch\u00e4ftigte sich mit der fabul\u00f6sen Fr\u00fchgeschichte des Christentums in Indien, an die eine gro\u00dfe Mehrzahl der aus seinem Besitz bekannten weltlichen Texte direkt oder indirekt anschlie\u00dft. Daneben galt seine Aufmerksamkeit adelsgenealogischen Informationen, die er der mittelalterlichen Romanliteratur entnehmen zu k\u00f6nnen glaubte. Den Aufsatz begleitet ein Faksimileabdruck von Sudermanns Autograph des kommentierten B\u00fccherverzeichnisses.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Eine Verlegenheitsl\u00f6sung. Der \u201eMinne- und Aventiureroman\u201c in der germanistischen Medi\u00e4vistik, in: Hybridit\u00e4t und Spiel. Der europ\u00e4ische Liebes- und Abenteuerroman von der Antike zur Fr\u00fchen Neuzeit, hg. von Martin Baisch und Jutta Eming, Berlin 2013, S. 41\u201370.  |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1524\/9783050064963.41\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>L\u00e4ngst gilt er nur noch als \u201eVerlegenheitsl\u00f6sung\u201c (Ridder): der Begriff des \u201eMinne- und Aventiureromans\u201c. Als Sammelbezeichnung fasst er in der germanistischen Medi\u00e4vistik eine uneinheitlich begrenzte Gruppe von Romanen des 12. bis 16. Jahrhunderts zusammen, \u00fcber deren historische Zusammengeh\u00f6rigkeit keine Illusionen bestehen k\u00f6nnen. Der trotz artikulierten Problembewusstseins gleichbleibend rege Gebrauch des Begriffs beweist indes seinen pragmatischen Nutzen, vielleicht seinen funktionalen Wert. Andererseits ist zu fragen, ob der im wissenschaftlichen Diskurs nahezu reflexartig reklamierte Vorbehalt gegen eine Gattung oder einen Romantyp \u201eMinne- und Aventiureroman\u201c nicht zum Lippenbekenntnis geworden ist, das die inhaltliche Auseinandersetzung mit tieferliegenden Problemen der Erforschung mittelalterlicher Romanliteratur ersetzt.<br>Der Aufsatz geht dieser Frage in mehreren Schritten nach: Er rekonstruiert zun\u00e4chst die spezifischen wissenschaftsgeschichtlichen Zusammenh\u00e4nge, die in den 1960er bis 1980er Jahren zur Herausbildung des Begriffs f\u00fchrten, zeigt dabei vergessene Tendenzen und Corpusbestandteile auf und stellt anschlie\u00dfend die zur Geltung gebrachten systematischen Grundlagen der Corpusbildung zusammen. Im Blick auch auf die Gattungsgeschichte des antiken Liebes- und Abenteuerromans sowie auf Kategorisierungen, die die romanistische Medi\u00e4vistik an einem verwandten Corpus franz\u00f6sischer Romane vornimmt \u2013 bzw. unterl\u00e4sst \u2013 werden abschlie\u00dfend der potentielle heuristische Gewinn sowie die betr\u00e4chtlichen heuristischen Nachteile eines h\u00f6chstens systematisch, nicht aber historisch begr\u00fcndbaren Gattungsbegriffs \u201eMinne- und Aventiureroman\u201c diskutiert. Als m\u00f6gliche Alternative wird die Benennung historischer Teilkontinuit\u00e4ten, etwa der des \u201eF\u00fcrsten- und Herrschaftsromans\u201c um 1300 (Herweg), aufgezeigt.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br><em>s\u00eet ich die n\u00f4t an mir weiz<\/em>. Zur narrativen Konfiguration des lyrischen <em>paradoxe amoureux<\/em> im \u201aMauritius von Cra\u00fbn\u2018, in: H\u00f6fische Wissensordnungen, hg. von Hans-Jochen Schiewer und Stefan Seeber, G\u00f6ttingen 2012 (Encomia Deutsch 2), S. 121\u2013135.  |&nbsp;<a href=\"https:\/\/serval.unil.ch\/en\/notice\/serval:BIB_75F9839A6BC2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Serval<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der am ehesten um 1200 entstandene \u201aMauritius von Cra\u00fbn\u2018 gilt als Forschungsproblem. Als gemeinsamen Nenner der kontroversen Zug\u00e4nge zum Text konstatiert der Aufsatz das Bem\u00fchen um eine Verbindung der r\u00e4tselhaften Erz\u00e4hlung mit einem durch die historische Distanz verlorenen oder verwischten Sinnzusammenhang \u00fcber einen textexternen <em>missing link<\/em>. Demgegen\u00fcber wird ein themen- und handlungsanalytischer Zugriff vorgeschlagen: Thema der Erz\u00e4hlung ist die im 12. Jahrhundert vorrangig in der Lyrik entwickelte strukturelle Figur der Hohen Minne, die ihre \u00c4sthetik aus einem Paradox gewinnt: Die M\u00f6glichkeitsbedingung dieser in best\u00e4ndigem Werben bestehenden Liebe, die niemals erf\u00fcllt werden darf, ist ihre Unm\u00f6glichkeit. Seine ideelle F\u00fcllung erh\u00e4lt das Modell durch eine darin vernetzte Ordnung h\u00f6fischer Werte wie <em>st\u00e6te<\/em>, <em>triuwe,<\/em> <em>milte<\/em> oder <em>m\u00e2ze<\/em>. Diese Werte, so die These, \u201eerz\u00e4hlt\u201c die Handlung des \u201aMauritius\u2018: Hier wird nicht nur der Versuch unternommen, lyrische Struktur in narrative Struktur zu verwandeln, sondern auch der, eine ins lyrische Modell eingebettete Ordnung ethischen Wissens zu narrativieren. Einzelne Figurenhandlungen erscheinen aus dieser Perspektive weniger als Bestandteile eines inhaltlichen Entwurfs mit dem Anspruch \u00fcbergreifender Stimmmigkeit und dem Fluchtpunkt eines Deutungsangebots, sondern als Ausdruck verschieden graduierter Negierungen oder Positivierungen eines bestimmtes Wertes. Hierf\u00fcr sprechen auch die konstanten \u00dcber- oder Unterzeichnungen der Figurenhandlungen, die als markantestes Merkmal der narrativen Faktur des Textes beschrieben werden. Die Mikroanalyse einer einzelnen Szene zeigt ferner, wie die Dichotomie von Statik und Dynamik, die schon dem lyrischen Entwurf der Hohen Minne eingeschrieben ist und die durch die Narrativierung des lyrischen Konzepts im \u201aMauritius\u2018 zunehmend virulent wird, in Sequenzen aufeinanderfolgender Doppelungen von Bewegung und Zustand auserz\u00e4hlt wird. Insgesamt l\u00e4sst sich der \u201aMauritius\u2018 als Erprobung von Verfahren verstehen, eine idealisierte h\u00f6fische Welt in Analogie zum lyrischen Modus auch im narrativen Modus zu literarisieren: als ein St\u00fcck Erz\u00e4hlkasuistik.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>The Implied Book and the Narrative Text. On a Blind Spot in Narratological Theory \u2013 from a Media Studies Perspective, in: Journal of Literary Theory 6 (2012), S. 383\u2013415.  |&nbsp;<a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1515\/jlt-2012-0004\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;| |&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.jltonline.de\/index.php\/articles\/article\/view\/527\/1340\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Abstract (lang)<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>The article is concerned with the formal definition of a largely unnoticed factor in narrative structure. Based on the assumptions that (1) the semantics of a written text depend, among other factors, directly on its visual alignment in space, that (2) the formal structure of a text has to meet that of its spatial presentation and that (3) these assumptions hold true also for narrative texts (which, however, in modern times typically conceal their spatial dimensions by a low-key linear layout), it is argued that, how ever low-key, the expected material shape of a given narrative determines the configuration of its plot by its author. The \u201aimplied book\u2018 thus denotes an author\u2019s historically assumable, not necessarily conscious idea of how his text, which is still in the process of creation, will be dimensionally presented and under these circumstances visually absorbed. Assuming that an author\u2019s knowledge of this later (potentially) substantiated material form influences the composition, the implied book is to be understood as a text-genetically determined, structuring moment of the text. Historically reconstructed, it thus serves the methodical analysis of structural characteristics of a completed text.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Das implizite Buch. Zu einem \u00fcberlesenen Faktor vormoderner Narrativit\u00e4t. Am Beispiel von Wolframs \u201aParzival\u2018, Wittenwilers \u201aRing\u2018 und Prosaromanen Wickrams, in: Finden \u2013 Gestalten \u2013 Vermitteln. Schreibprozesse und ihre Brechungen in der mittel\u00adalterlichen \u00dcberlieferung. Freiburger Colloquium 2010. In Verbindung mit Susanne K\u00f6bele und Klaus Ridder hg. von Eckart Conrad Lutz, Berlin 2012 (Wolfram-Studien 22), S. 279\u2013330 u. Abb. 36\u201343. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/serval.unil.ch\/en\/notice\/serval:BIB_2F67E69A6CD0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Serval<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Aufsatz untersucht die Faktur vormoderner Literatur als Resultat einer ihr grundlegend eingeschriebenen, aber nurmehr implizit pr\u00e4senten Struktur: der visuellen Vorstellung eines Autors davon, wie sein (linearer) Text auf der (zweidimensionalen) Fl\u00e4che der Buchseite und im (dreidimensionalen) Raum des Buchs pr\u00e4sentiert und rezipiert werden wird. Mit der These, dass diese \u2013 bewusste oder unbewusste \u2013 Vorstellung direkten Einfluss auf die Gestaltung des zumeist fern von seinem gedachten Buch \u00fcberlieferten Textes, mithin auf seine Struktur, hat, soll ein bisher unbeachteter Aspekt seiner Historizit\u00e4t geltend gemacht und als Faktor historischer Interpretation ins Gespr\u00e4ch gebracht werden. Als Stellvertreter des \u201egedachten Buchs\u201c, das als mentales Bild empirisch unerreichbar bleibt, werden prototypische Erscheinungsformen von Buchseiten und B\u00fcchern angef\u00fchrt, die in Abh\u00e4ngigkeit von Faktoren wie Entstehungszeitpunkt und ?kontext, Gattung und Sprache zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert in der Regel pr\u00e4zise zu beschreiben sind.<br>F\u00fcr den Sonderfall narrativer Literatur, der der Aufsatz im engeren Sinne gilt, erweist sich die Analogie zweier Doppelstrukturen als interpretatorisches Schl\u00fcsselelement: die der sich im Handlungsverlauf sukzessive entfaltenden und doch abgeschlossenen erz\u00e4hlten Welt und die der linearen (seitenkontinuierlichen) und der dimensionalen (im diskontinuierlichen Zugriff realisierbaren) Ordnung des Mediums Buch. An drei Fallbeispielen in historischen Querschnitten wird demonstriert, wie das Wissen um diese zweifache Doppelstruktur und ihre Analogie die Faktur eines Erz\u00e4hltextes unter unterschiedlichen medialen Rahmenbedingungen beeinflusst.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Laubers Vorlagen. Vermutungen zur Beschaffenheit ihres Textes \u2013 Beobachtungen zu ihrer Verwaltung im Kontext der Produktion. Am Beispiel der \u00dcberlieferungen von \u201aFlore und Blanscheflur\u2018 und \u201aParzival\u2018, in: Aus der Werkstatt Diebold Laubers, hg. von Christoph Fasbender u.a., Berlin und Boston 2012 (Kulturtopographie des alemannischen Raums 3), S. 165\u2013196. | <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783110262070.165\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a> |\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Aufsatz gilt den \u201eTexten hinter den Texten\u201c der aus dem els\u00e4ssischen Produktionszusammenhang um Diebold Lauber im 15. Jahrhundert \u00fcberlieferten Handschriften. Dass das rekonstruktive Potential dieses im deutschsprachigen Mittelalter einmaligen Corpus einer so grossen Gruppe von Handschriften eines einzelnen Skriptoriums bisher nahezu ungenutzt blieb, wird als Resultat einer unbemerkten perspektivischen Verschr\u00e4nkung zweier Wissenschaftsgruppen beschrieben: Wo die Texte der Handschriften \u00fcberhaupt in den Blick gerieten, geschah dies entweder aus editorisch-kritischem Erkenntnisinteresse oder, den Impulsen j\u00fcngerer kunstgeschichtlicher Lauber-Forschung folgend, auf der Suche nach bewusstem, gar gestaltendem Umgang mit dem Text durch das Lauber-Team. Beiden Zugriffen liegen diametral entgegengesetzte Begriffe von textueller \u201eQualit\u00e4t\u201c zugrunde, die schon auf terminologischer Ebene wiederholt zu Missverst\u00e4ndnissen gef\u00fchrt haben.\nWas die systematische, vergleichende Untersuchung der Texte Lauberscher Handschriften \u2013 hier anhand von Mehrfach\u00fcberlieferungen \u2013 sowohl f\u00fcr die Erschliessung von Informationen \u00fcber den els\u00e4ssischen Betrieb als auch f\u00fcr den Census der \u00e4lteren volkssprachigen \u00dcberlieferung im deutschen S\u00fcdwesten zu leisten vermag, zeigen die Beispielanalysen der Lauber-Texte von \u201aFlore und Blanscheflur\u2018 (H, B) und \u201aParzival\u2018 (m, n, o). In beiden F\u00e4llen lassen sprachliche Untersuchungen und pal\u00e4ographische Fehleranalysen der erhaltenen Textzeugen eine Vorlage mit fr\u00fchem, aus kritischer Perspektive bemerkenswert gutem \u2013 von den Lauber-Redaktoren nach diesen Kriterien gew\u00e4hltem? \u2013 Text erkennen. Im Fall von \u201aFlore und Blanscheflur\u2018 stammte mit hoher Wahrscheinlichkeit die Vorlagenhandschrift selber aus dem 13. oder sp\u00e4testens fr\u00fchen 14. Jahrhundert; den \u201aParzival\u2018-Abschriften dagegen lagen zwei verschiedene zeitgen\u00f6ssische Handschriften zugrunde. Erhellt wird auch der praktische Umgang mit Vorlagenhandschriften im Herstellungsprozess, der bisher im Dunkeln lag: Der Aufsatz belegt, dass in beiden untersuchten Beispielen Handschriften fremder Provenienz als Vorlagenexemplare zur wiederholten Benutzung aufbereitet und dauerhaft verwahrt wurden. Dabei m\u00fcssen die laubertypischen, gliedernden Zwischen\u00fcberschriften auf einem separaten Anweisungsblatt bzw. Faszikel notiert gewesen sein. Ihre vorgesehene Positionierung wurde dem Schreiber vermutlich durch Randmarkierungen im Vorlagenexemplar angezeigt.\nBesondere Umst\u00e4nde galten f\u00fcr die Vorlagen der drei erhaltenen \u201aParzival\u2018-Handschriften: Lauber benutzte offenbar zun\u00e4chst eine den Lauber-Produkten im Typ \u00e4hnliche Bilderhandschrift, die er, da sie besch\u00e4digt war, sp\u00e4ter durch ein anderes Exemplar ersetzte. Dabei handelte es sich wieder um eine Bilderhandschrift gleichen Typs, die nun allerdings nach werkstatt\u00fcblichem Verfahren \u00fcber ein separates Anweisungsblatt so aufbereitet wurde, dass sich die Zahl der Illustrationen und Zwischen\u00fcberschriften erh\u00f6hte. Als wahrscheinlichste Quelle dieser zweimal verf\u00fcgbaren, textlich zusammengeh\u00f6renden bebilderten Handschriften ist die sogenannte \u201aWerkstatt von 1418\u2018 auszumachen. Auch andere Hinweise deuten darauf, dass ab etwa den 1440er Jahren eine gr\u00f6ssere Gruppe von Handschriften aus dieser \u00e4lteren Produktion, deren Schwerpunkt die h\u00f6fische Literatur des 13. Jahrhunderts bildete, in den Bestand Laubers geriet und dessen Programm erweiterte. Die ab dieser Phase in der j\u00fcngeren Forschung (Saurma-Jeltsch) beobachtete, scheinbar marktorientiert gezielte Neugestaltung des Programms erweist sich so m\u00f6glicherweise nur als Folge einer pl\u00f6tzlich verf\u00fcgbaren neuen Vorlagengruppe.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Wilhelm Ziely (\u201aOlwier und Artus\u2018, \u201aValentin und Orsus\u2018, 1521) und das Fiktionsproblem des fr\u00fchneuhochdeutschen Prosaromans, in: Oxford German Studies 40 (2011), S. 125\u2013152. | <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1179\/007871911x591605\">DOI<\/a> |\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Wilhelm Zielys ca. 1511\u201321 in Bern entstandene Prosaromane \u201aOlwier und Artus\u2018 und \u201aValentin und Orsus\u2018 nach franz\u00f6sischer Vorlage sind bisher kaum erschlossen. Lediglich ihre Paratexte werden seit jeher registriert: Zielys Vorrede zum 1521 als Doppelausgabe erschienenen Erstdruck beider Romane sowie ein erl\u00e4uterndes Schlusskapitel zu \u201aOlwier und Artus\u2018 gelten als innovative L\u00f6sungsversuche des im 16. Jahrhundert virulenten Wahrheitsproblems der Literatur und als fr\u00fche Zeugnisse f\u00fcr die Entwicklung modernen Fiktionsbewusstseins. Der Beitrag analysiert zun\u00e4chst in systematischem Zugriff Verbindungspunkte zur neuzeitlichen Literatur\u00e4sthetik und zeigt auf, da\u00df diese Verbindungen nicht historisch sein k\u00f6nnen. In einem zweiten, historischen Zugriff untersucht er Zielys Modell im Kontext seines Gesamtwerks und stellt es in den kulturgeschichtlichen Zusammenhang der Jahre um 1520 in der alten Eidgenossenschaft. Er arbeitet die enge Anbindung der poetologischen Positionierung Zielys an den glaubensgeschichtlichen Diskurs am Vorabend der Berner Reformation heraus und wirft neue Fragen zur Auseinandersetzung mit dem Fiktionsproblem im Prosaroman, zugleich auch nach dem literaturwissenschaftlichen Zugang zu vormoderner Fiktionalit\u00e4t, auf.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Ein unbekanntes Fragment der \u201aAlexandreis\u2018 Walters von Ch\u00e2tillon, in: Mittellateinisches Jahrbuch 46 (2011), S. 27\u201340. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/serval.unil.ch\/en\/notice\/serval:BIB_EDBF450EB54E\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Serval<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Das im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts entstandene Alexander-Epos Walters von Ch\u00e2tillon, schon im 13. Jahrhundert in den \u201estatus of a classic\u201c (Colker) und \u00fcberdies zum Schultext avanciert, geh\u00f6rt zu den am reichhaltigsten \u00fcberlieferten Erz\u00e4hltexten der lateinischen Literatur des Mittelalters. Der Beitrag kann au\u00dfer den in der Ausgabe Colkers (1987) nachgewiesenen 209 Textzeugen 15 weitere Handschriften und Fragmente belegen und zudem einen Neufund vorstellen: Im Archiv der B\u00fcrgergemeinde Frauenfeld, Schweiz, erhielt sich als einzelnes Doppelblatt ein glossiertes Fragment des Textes aus dem sp\u00e4ten 13. oder fr\u00fchen 14. Jahrhundert. Sein Layout verr\u00e4t, dass es f\u00fcr die begleitende Kommentierung von vornherein angelegt war und vermutlich einem Schulbuch entstammt. Die erhaltenen Scholien scheinen dem \u201eStandardkommentar\u201c (Killermann) zur \u201aAlexandreis\u2018 nahezustehen, k\u00f6nnten aber auch Bez\u00fcge zum Kommentar des Geoffrey de Vitry aufweisen, der in einer mit seinem Namen auktorial verbundenen, aus Rheinau stammenden Handschrift erhalten ist. In vergleichsweise dichter r\u00e4umlicher und zeitlicher N\u00e4he zu diesem Textzeugen entstand die Handschrift, aus der das neue Frauenfelder Fragment stammt: Die Untersuchung der Akte, als deren Schutzumschlag das Doppelblatt aus der \u201aAlexandreis\u2018 diente, zeigt, dass sie sich seit dem fr\u00fchen 15. Jahrhundert im jetzigen Kontext, den Best\u00e4nden des heutigen Archivs der Frauenfelder B\u00fcrgergemeinde, befunden hat, das auf eine seit dem 13. Jahrhundert gef\u00fchrte Sammlung zur\u00fcckgeht. Da zudem in Frauenfeld eine Lateinschule seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar und schon im 13. Jahrhundert zu vermuten ist, liegt es nahe, dass der Fundort des neuen Textzeugen auch der seiner Entstehung oder doch zumindest seiner Benutzung im Unterricht war. Das Fragment bietet einen trotz schlechter Abschrift (mit h\u00e4ufigen Korrekturen durch den Glossator) unverkennbar guten Text, in kritischer Hinsicht dabei nur geringen Gewinn. Seine textgeschichtliche Verortung kann angesichts der nach wie vor weitgehend unaufgearbeiteten \u00dcberlieferung der \u201aAlexandreis\u2018 nur in groben Z\u00fcgen vorgenommen werden. \u2013 Mit einem durch einen kritischen Apparat erschlossenen diplomatischen Abdruck und zwei Abbildungen des neuen Fragments.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Mehrsprachigkeit im europ\u00e4ischen Kontext. Zu einem vernachl\u00e4ssigten Forschungsfeld inter\u00addis\u00adziplin\u00e4rer Medi\u00e4vistik, in: Mehrsprachigkeit im Mittelalter. Kulturelle, literarische, sprach\u00adliche und didaktische Konstellationen in europ\u00e4ischer Perspektive. Mit Fallstudien zu den \u201aDis\u00adticha Catonis\u2018, hg. von Michael Baldzuhn und Christine Putzo, Berlin und New York 2011, S. 3\u201334. | <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783110254815.3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a> | | <a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=gQM3yEo5ZesC&amp;pg=PA3&amp;lpg=PA3&amp;dq\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vorschau (Google)<\/a> |\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Mittelalterliche Mehrsprachigkeit \u2013 gemeint ist sowohl das Verh\u00e4ltnis von Latein und Volkssprache als auch das Nebeneinander unterschiedlicher Volkssprachen oder volkssprachiger Variet\u00e4ten \u2013 ist als bedeutender Aspekt vormoderner Textkultur und Spracherfahrung bisher nicht einmal innerhalb der Einzeldisziplinen ausreichend gew\u00fcrdigt und systematisch erfasst worden. Zielf\u00fchrend w\u00e4re ein interdisziplin\u00e4rer und methoden\u00fcbergreifender Zugriff. Der Aufsatz bietet als Vorstudie dazu einen systematisierenden \u00dcberblick \u00fcber pr\u00e4gende Sprachkontaktsituationen der westeurop\u00e4ischen Sprachen und Literaturen vom 7. Jahrhundert bis ins Sp\u00e4tmittelalter und erarbeitet eine grundlegende Typologie.\nDie mittelalterliche Wahrnehmung von Sprache muss per se mit Multilingualit\u00e4t verbunden gewesen sein: erstens im Sinne einer fast \u00fcberall gleichzeitigen Pr\u00e4senz mehrerer gesprochener und geschriebener Volkssprachen, zweitens im Sinne der prinzipiellen Einbettung von Schriftlichkeit und Bildungskultur in eine anderssprachige (lateinische) Tradition, drittens im Sinne der intellektuell-mentalen Abbildung des Abstraktums \u201eSprache\u201c auf das Lateinische, also eine Sprache, die niemals Muttersprache war. Sprach-, literatur- und kulturtheoretische Konsequenzen k\u00f6nnen nur angedeutet werden: Die Auswirkungen einer solchen neurologischen Pr\u00e4gung auf die \u2013 von \u201ebilingual brains\u201c getragenen \u2013 Textkulturen des Mittelalters k\u00f6nnten konzeptuelle Repr\u00e4sentationen von Raum, Zeit, Emotionen oder Personalit\u00e4t betreffen.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Die Frauenfelder Fragmente von Konrad Flecks \u201aFlore und Blanscheflur\u2018. Zugleich ein Beitrag zur alemannischen Handschriften\u00fcberlieferung des 13. Jahrhunderts, in: Zeitschrift f\u00fcr deutsches Altertum und deutsche Literatur 138 (2009), S. 312\u2013343. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/20658650\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">JSTOR<\/a>&nbsp;|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Die heute im Archiv der katholischen Kirchengemeinde Frauenfeld, Schweiz, verwahrten \u00e4ltesten Fragmente von \u201aFlore und Blanscheflur\u2018 geh\u00f6ren zu den bedeutendsten Zeugen der fr\u00fchen mittelhochdeutschen \u00dcberlieferung. Der Aufsatz bietet eine detaillierte kodikologische, pal\u00e4ographische und dialektologische Untersuchung der in der neueren Forschung vernachl\u00e4ssigten Bruchst\u00fccke. Anhand einer genauen Autopsie der erhaltenen Reste k\u00f6nnen die materiale Struktur der urspr\u00fcnglichen Vollhandschrift und auch der gestufte Prozess ihrer Makulierung rekonstruiert werden. Als ihr Besitzer im 14. Jahrhundert wird ein Frauenfelder Priester und Pfr\u00fcndstifter, Nikolaus R\u00fcdiger von Messkirch, vermutet.\nAnl\u00e4sslich der jeweils nicht eindeutigen Datierung und Lokalisierung der Fragmente werden grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen zu methodischen Problemen der medi\u00e4vistischen Handschriftenkunde angestellt. Die Ergebnisse betreffen vor allem zwei Punkte:\n(1) Layoutmerkmale \u2013 im vorliegenden Fall: abgesetzt notierte Verse \u2013 sollten bei post quem-Datierungen nicht als Ausschlusskriterium, sondern nur als Indiz herangezogen werden; dabei sollte die M\u00f6glichkeit einer direkten Beeinflussung durch franz\u00f6sische Vorbilder in Betracht gezogen werden, deren Layoute sich im deutschen Raum im Regelfall erst zeitlich versetzt etablieren. Exemplarisch wird ein bestimmtes Layoutmerkmal der Frauenfelder Fragmente \u2013 abgesetzte Verse mit an den rechten Rand gezogenen Reimpunkten \u2013 in seiner Belegdichte in der franz\u00f6sischen und auch lateinischen \u00dcberlieferung seit dem 12. Jahrhundert aufgearbeitet.\n(2) Bei der Kriterienbildung zur Schriftsprachenbestimmung im Gefolge besonders des \u201aHistorischen s\u00fcdwestdeutschen Sprachatlas\u2018 und der auf dem \u201aCorpus der altdeutschen Originalurkunden\u2018 beruhenden Systematisierungen ist f\u00fcr das 13. Jahrhundert zu wenig ber\u00fccksichtigt worden, dass mit der deutschsprachigen Urkunden\u00fcberlieferung das gesamte Belegmaterial erst im letzten Viertel dieses Jahrhunderts einsetzt. F\u00fcr die erste H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts, das die Entwicklung einer neuen literarischen Buchproduktion erlebte und das entsprechende graphematische Wandelerscheinungen erwarten l\u00e4sst, bilden die daraus gewonnenen Sprachmerkmale keine zuverl\u00e4ssigen Abgrenzungskriterien. Sie sind im Einzelfall zu pr\u00fcfen, wobei insbesondere im s\u00fcdwestdeutschen Raum aus Gr\u00fcnden des begrenzten Corpus Systematisierungen nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich sind. Exemplarisch werden die Belege eines bestimmten Dialektmerkmals, des sog. \u201ech-Konsonantismus\u201c, anhand der gesamten \u00dcberlieferung aus dem s\u00fcdwestdeutschen Raum der ersten Jahrhunderth\u00e4lfte erhoben. Es erweist sich, dass dieses als spezifisch bairisch (ostoberdeutsch) geltende Merkmal auch im alemannischen (westoberdeutschen) Raum f\u00fcr den fraglichen Zeitraum keine Ausnahme bildet. Dabei zeichnen sich Unterschiede in den Schreibungen weltlicher und geistlicher Texte ab.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<br>Komik, Ernst und <i>Mise en page<\/i>. Zum Problem der Farblinien in Heinrich Wittenwilers \u201aDer Ring\u2018, in: Archiv f\u00fcr das Studium der neueren Sprachen und Literaturen 246 (2009), S. 21\u201349. | <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.37307\/j.1866-5381.2009.01.03\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a> | | <a href=\"https:\/\/folia.unifr.ch\/unifr\/documents\/301864\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">FOLIA<\/a> |\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Aufsatz n\u00e4hert sich dem Interpretationsproblem des \u201aRing\u2018, eines seit Forschungsbeginn ausserordentlich kontr\u00e4r diskutierten Textes, aus wissenschaftsanalytischer Perspektive. Er f\u00fchrt die Zersplitterung und die Extremisierung der Deutungsans\u00e4tze, die die breite Forschung zu Wittenwilers Werk kennzeichnet, auf einen vergleichsweise simplen Befund zur\u00fcck: die ungekl\u00e4rte Frage nach dem Verh\u00e4ltnis von Komik und Didaktik und der Ernsthaftigkeit des lehrhaften Angebots im \u201aRing\u2018. Die so auf grundlegendster Ebene offen gebliebene Erfassung des Textes f\u00fchrt in einen interpretatorischen Leerraum, in dem die widerspr\u00fcchlichsten, oft wissenschaftsideologisch begr\u00fcndeten Positionen Platz finden. Ihre Analyse zeigt, dass sie sich in wiederkehrende Gruppierungen ordnen.\nAls Schl\u00fcsselglied sowohl der Befunddaten als auch der kontr\u00e4ren Vernetzungen von Befund und Deutung wird die wechselnd rote und gr\u00fcne Initialenlinie der M\u00fcnchner Handschrift identifiziert. Als im Prolog eingef\u00fchrte Markierung von Ernst auf der einen und Komik auf der anderen Seite ist sie nicht nur visueller Ausdruck des Deutungsproblems des \u201aRing\u2018, sondern sie hat es wegen der scheinbaren Unstimmigkeit ihrer Zuweisungen auch wesentlich bedingt. Der Aufsatz zeigt ihren bisher \u00fcbersehenen Aufschluss f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des Werks. Nimmt man die Linie als graphisches Verfahren ernst, stellt sie sich als strukturelle Markierung zum Auffinden von Text im diskontinuierlichen Zugriff dar \u2013 nicht aber, wie man sie bisher ausnahmslos verstand, als semantische Kommentierung eines laufenden, kontinuierlich zu lesenden Textes. Die strukturierende Funktion des Farbwechsels ist auf zwei Ebenen nachzuweisen: Auf Makroebene trennen seine Zuweisungen vorwiegend narrative und vorwiegend wissensvermittelnde Grosspartien des \u201aRing\u2018 durch eine jeweilige Grundfarbe. Auf Mikroebene wird diese Grundfarbe durch die jeweils andere Farbe durchbrochen, um formale Einschnitte wie etwa Sprecherwechsel, Ortswechsel, Handlungsneueins\u00e4tze, Beginn und Ende eines eingeschalteten Binnentextes oder einer Sentenz anzuzeigen. Dem Benutzer der autornahen Handschrift sollte so in einem ersten Schritt (makrostrukturell) erm\u00f6glicht werden, gezielt auf gew\u00fcnschte Stellen des Textes zuzugreifen und ihn in einem zweiten Schritt (mikrostrukturell) schneller zu erfassen. Nicht in seiner Umsetzung, sehr wohl aber in seiner Funktion steht dieses ungew\u00f6hnliche Layout zeitgen\u00f6ssischen Techniken der Buchgliederung durchaus nahe. Auch im Profil der Zusammenstellung seiner Binnentexte r\u00fcckt der \u201aRing\u2018 damit in die N\u00e4he der im Sp\u00e4tmittelalter beliebten Sammelhandschriften mit Ziel einer Wissenssumme, die hier narrativ verbundenen wird. Es scheint, als m\u00f6chte der \u201aRing\u2018 in einem ungew\u00f6hnlichen Experiment beides sein: Kompilation und Werkganzes, Wissenssammlung und Erz\u00e4hlwerk \u2013 Texte und Text.\nAls Ergebnis einer Neuuntersuchung des M\u00fcnchner codex unicus des \u201aRing\u2018 weist der Beitrag schliesslich darauf hin, dass auch zahlreiche Markierungszeichen am Spaltenrand formale und strukturelle Texteinschnitte anzeigen und somit die gleiche Funktion haben wie der Farbwechsel auf Mikroebene. Ein kausaler, produktionstechnischer Zusammenhang zwischen diesen Zeichen und der Verteilung des Farbwechsels ist nicht auszuschliessen, zumal beide Verfahren etwa im letzten F\u00fcnftel des Textes zunehmend zusammenfallen. M\u00f6glicherweise war nur die makrostrukturelle Funktion des Farbwechsel urspr\u00fcnglich indendiert und mit der Erl\u00e4uterung im Prolog bezeichnet, w\u00e4hrend seine mikrostrukturelle Funktion erst Resultat des Abschreibprozesses ist.<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<p><strong><br><br>Lexikon- und Katalogbeitr\u00e4ge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ziely, Wilhelm, in: Fr\u00fche Neuzeit in Deutschland 1520\u20131620. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon, hg. von Wilhelm K\u00fchlmann u.a. Bd. 6, Berlin und Boston 2017, Sp. 641\u2013646. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/database\/VDBO\/entry\/vdbo.vl16.0507\/html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verfasserdatenbank<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>Flore und Blanscheflur, in: Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters. Begonnen von Hella Fr\u00fchmorgen-Vo\u00df und Norbert H. Ott, hg. von Ulrike Bodemann, Peter Schmidt und Christine St\u00f6llinger-L\u00f6ser. Bd. 4,2, M\u00fcnchen 2010 (Ver\u00f6ffentlichungen der Kommission f\u00fcr Deutsche Literatur des Mittelalters der Bayerischen Akademie der Wissenschaften), S. 513\u2013524. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/kdih.badw.de\/datenbank\/stoffgruppe\/40\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Volltext<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>Detmar von L\u00fcbeck, in: Encyclopedia of the Medieval Chro\u00adnicle, hg. von Graeme R. Dunphy u.a., Leiden 2010, S. 193f. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1163\/2213-2139_emc_SIM_00877\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>Johannes von Winterthur, in: Encyclopedia of the Medieval Chro\u00adnicle, hg. von Graeme R. Dunphy u.a., Leiden 2010, S. 519. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1163\/2213-2139_emc_SIM_01522\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d6hem, Gallus, in: Encyclopedia of the Medieval Chro\u00adnicle, hg. von Graeme R. Dunphy u.a., Leiden 2010, S. 926f. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1163\/2213-2139_emc_SIM_01966\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>Bote, Hermen, in: Encyclopedia of the Medieval Chro\u00adnicle, hg. von Graeme R. Dunphy u.a., Leiden 2010, S. 1051. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1163\/2213-2139_emc_SIM_00349\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00fcneburger Chronik bis 1414, in: Encyclopedia of the Medieval Chro\u00adnicle, hg. von Graeme R. Dunphy u.a., Leiden 2010, S. 1164f. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1163\/2213-2139_emc_SIM_01732\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\nCod. germ. 6, in: Von Rittern, B\u00fcrgern und von Gottes Wort. Volkssprachige Literatur in Handschriften und Drucken aus dem Besitz der Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek Hamburg, hg. von Eva Horv\u00e1th und Hans-Walter Stork, Kiel 2002, S. 64\u201367 und 136\u2013141. | <a href=\"https:\/\/folia.unifr.ch\/unifr\/documents\/301868\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">FOLIA<\/a>|\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>| Abstract |<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Der Beitrag untersucht eine in ihrer Zusammenstellung historisch-literarischen und zeitgen\u00f6ssisch-historiographischen Inhalts ungw\u00f6hnliche Sammelhandschrift aus der Mitte des 15. Jahrhunderts (u.a. \u201aParzival\u2018 L, \u201aWigalois\u2018 N), als deren Schreiber, Redaktor und Besitzer sich ein nicht identifizierbarer \u201eJordan\u201c nennt. Anhand von Lagenstruktur und Quellenrekonstruktionen werden \u00dcberlegungen zu ihrer Entstehung angestellt. Erstmals nachgewiesen werden kann, dass die Mehrzahl der Texte mit zeitgen\u00f6ssischem Bezug in bestehender Reihenfolge einer historiographischen Vorlage entnommen sind, die auch durch die Strassburger Bearbeitung von Eberhard Windecks \u201aKaiser Sigismunds Buch\u2018 bezeugt wird. Damit relativieren sich nicht nur fr\u00fcher angestellte \u00dcberlegungen \u00fcber die Sammelinteressen Jordans, sondern es entf\u00e4llt zudem die g\u00e4ngige Lokalisierung des Codex nach Strassburg, die auf Ortsbez\u00fcgen und Deiktika der betreffenden Textpartien beruhte. Dialektologische Kriterien, ein Kaufvermerk sowie verwendetes Makulaturmaterial deuten dagegen in den rheinfr\u00e4nkischen Raum, vielleicht nach Speyer, wo die Handschrift 1586 durch den dortigen Kammergerichtsassessor Georg Ulrich von Ende verkauft wurde. Lesenotizen des unbekannten K\u00e4ufers zum \u201aParzival\u2018-Teil demonstrieren ein historisch-wissenschaftliches Lekt\u00fcreinteresse am Text und sind ein aufschlussreiches Zeugnis f\u00fcr die Rezeption hochmittelalterlicher Literatur im humanistischen Diskurs.\nZwei im Spiegel des Codex makulierte hebr\u00e4ische Pergamentfragmente werden in einer f\u00fcr diesen Beitrag erbetenen judaistischen Expertise als Reste einer Tora-Rolle, wohl einer geraubten Synagogenhandschrift, identifiziert.\n\n<\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<p><strong><br><br>Editionen und \u00dcbersetzungen<br><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201aAinune\u2018 (s. oben, Beitr\u00e4ge).<\/p>\n\n\n\n<p>Konrad Fleck, \u201aFlore und Blanscheflur\u2018. Notice et traduction partielle, in: Floire et Blancheflor en Europe. Anthologie, sous la direction de Sofia Lod\u00e9n et Vanessa Obry, Grenoble 2022 (Le Moyen \u00c2ge europ\u00e9en), S. 79\u2013115. |&nbsp;<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/13wmo\" target=\"_blank\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>\u201aFlors inde Blanzeflors\u2018. Notice et traduction, in: Floire et Blancheflor en Europe. Anthologie, sous la direction de Sofia Lod\u00e9n et Vanessa Obry, Grenoble 2022 (Le Moyen \u00c2ge europ\u00e9en), S. 117\u2013137 [gemeinsam mit Bernd Bastert und Marie-Sophie Winter]. |&nbsp;<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/13wms\" target=\"_blank\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>L\u2019histoire de Florus et Pantschiflur dans le \u201aZ\u00fcrcher Buch vom heiligen Karl\u2018. Notice et traduction partielle, in: Floire et Blancheflor en Europe. Anthologie, sous la direction de  Sofia Lod\u00e9n et Vanessa Obry, Grenoble 2022 (Le Moyen \u00c2ge europ\u00e9en), S. 153\u2013167. |&nbsp;<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/13wmw\" target=\"_blank\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>\u201aFlorio und Bianceffora\u2018. Notice et traduction partielle, in: Floire et Blancheflor en Europe. Anthologie, sous la direction de Sofia Lod\u00e9n et Vanessa Obry, Grenoble 2022 (Le Moyen \u00c2ge europ\u00e9en), S. 317\u2013325. |&nbsp;<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/13wme\" target=\"_blank\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>Hans Sachs, \u201aFlorio, des k\u00f6nigs son au\u00df Hispania\u2018. Notice et traduction partielle, in: Floire et Blancheflor en Europe. Anthologie, sous la direction de Sofia Lod\u00e9n et Vanessa Obry, Grenoble 2022 (Le Moyen \u00c2ge europ\u00e9en), S. 327\u2013333. |&nbsp;<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.4000\/13wmm\" target=\"_blank\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\u201aFlors inde Blanzeflors\u2018, in: Floire und Blanchefleur im deutschen Norden (s. oben, Beitr\u00e4ge).<\/p>\n\n\n\n<p>Konrad Fleck, Flore und Blanscheflur (s. oben, B\u00fccher).<\/p>\n\n\n\n<p>Richard Heinzel, Briefe an Wilhelm Scherer (s. oben, B\u00fccher).<\/p>\n\n\n\n<p><strong><br>Rezensionen und kleinere Arbeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rezension: Der Bussard. Edition, \u00dcbersetzung und Kommentar. Hg. von Daniel K\u00f6nitz. Stuttgart 2017 (Beihefte zur Zeitschrift f\u00fcr deutsches Altertum und deutsche Literatur 24). In: Beitr\u00e4ge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 145 (2023), S. 142\u2013150. | <a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1515\/bgsl-2023-0007\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a> |<\/p>\n\n\n\n<p>Rezension: Amelie Bendheim, Wechselrahmen. Medienhistorische Fallstudien zum Romananfang des 13. Jahrhunderts. Heidelberg 2017 (Studien zur historischen Poetik 22). In: Arbitrium 38\/3 (2020), 288\u2013291.&nbsp; | <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/arb-2020-0070\">DOI<\/a> |<\/p>\n\n\n\n<p>Alterit\u00e4re Narratologie. Eine Einf\u00fchrung in mittelalterliches Erz\u00e4hlen als Beitrag zur medi\u00e4vistischen Perspektivierung der Erz\u00e4hltheorie (Rezension: Armin Schulz, Erz\u00e4hltheorie in medi\u00e4vistischer Perspektive. Berlin und Boston 2012). In: Diegesis. Interdisziplin\u00e4res E-Journal f\u00fcr Erz\u00e4hlforschung 3.1 (2014), S. 104\u2013117. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.diegesis.uni-wuppertal.de\/index.php\/diegesis\/article\/view\/146\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Volltext<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p>Rezension: Karin Schneider, Gotische Schriften in deutscher Sprache. Bd. 2: Die ober\u00addeut\u00adschen Schriften von 1300 bis 1350. Text- und Tafelband. Wiesbaden 2009. In: Beitr\u00e4ge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 135 (2013), S. 456\u2013463. &nbsp;| <a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1515\/pbb-2013-0094\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a> |<\/p>\n\n\n\n<p>Rezension: &#8220;Melerantz von Frankreich&#8221; \u2013 Der Meleranz des Pleier. Nach der Karlsruher Handschrift. Edition \u2013 Untersuchungen \u2013 Stellenkommentar. Hg. von Markus Steffen. Berlin 2011 (Texte des sp\u00e4ten Mittelalters und der fr\u00fchen Neuzeit, Band 48). In: Mittellateinisches Jahrbuch 47 (2012), S. 443\u2013452. | <a href=\"https:\/\/serval.unil.ch\/en\/notice\/serval:BIB_708E1F97EEF4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Serval<\/a> |<\/p>\n\n\n\n<p>Rezension: History as Literature. German World Chronicles of the Thirteenth Century in Verse. Excerpts from Rudolf von Ems, \u201cWeltchronik\u201d, the \u201cChristherre-Chronik\u201d, Jans Enikel, \u201cWeltchronik\u201d. Hg. von Graeme R. Dunphy. Kalamazoo,MI 2003 (Medieval GermanTexts in Bilingual Editions 3). In: The German Quarterly 78 (2005), S. 246f. | <a href=\"https:\/\/folia.unifr.ch\/unifr\/documents\/301892 \" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">FOLIA<\/a> |<\/p>\n\n\n\n<p>Anglo-German Colloquium: Daten zur Geschichte 1966-2001. In: Dialoge. Sprachliche Kommunikation in und zwischen Texten im deutschen Mittelalter. Hamburger Colloquium 1999. Hg. von Nikolaus Henkel u.a. T\u00fcbingen 2003, S. 371\u2013376 [mit Nikolaus Henkel]. |&nbsp;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783110953541.371\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DOI<\/a>&nbsp;|<\/p>\n\n\n\n<p><strong><br>ONLINE- UND DATENBANKPROJEKTE<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMittelalter-Studien in Hamburg\u201c. Onlinegestaltung und Redaktion (2000\u20132010).<\/p>\n\n\n\n<p>Bibliographisches Datenbanksystem <a href=\"https:\/\/www.icn.uni-hamburg.de\/projects\/narratological-bibliography.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eNarrBib\u201c<\/a> f\u00fcr die Forschergruppe Narratologie, Universit\u00e4t Hamburg (2001\u20132003).<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00fccher Konrad Fleck, Flore und Blanscheflur. Text und Untersuchungen, Berlin u.a. 2015 (M\u00fcnchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters 143). |&nbsp;Info&nbsp;| |&nbsp;Labelettres&nbsp;| Richard Heinzel, Briefe an Wilhelm Scherer. Unter Mitarbeit von Christine Putzo hg. von Hans-Harald M\u00fcller und Felix Oehmichen, Stuttgart 2019 (Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Germanistik 11). | Info | | Labelettres &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/home\/publikationen\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &#8220;Publikationen&#8221;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":80,"featured_media":0,"parent":40,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","footnotes":""},"class_list":["post-13","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/13","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/wp-json\/wp\/v2\/users\/80"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/13\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1565,"href":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/13\/revisions\/1565"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/40"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/people.unil.ch\/christineputzo\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}