Rom im Oktober

 

Roma sotto la pioggia – das erste Mal so richtig nass, seit ich da bin.

 

Wenn man an Italien denkt, kommen einem zuerst die unzähligen Probleme in den Sinn – davon gibt es gewiss mehr als genug. Es gibt aber auch relativ unauffällige Dinge, die wir einfach als gegeben anschauen, die hier jedoch nicht selbstverständlich sind. Rom ist relativ sauber, der öffentliche Verkehr funktioniert, man kommt im alltäglichen Leben relativ gut durch – solang man es nicht direkt mit dem Staat und mit seiner Bürokratie zu tun hat.

Manchmal bricht zwar ein Kirchendach zusammen (August), oder ein Bus geht in Flammen auf (wie im Frühling in den Zeitungen zu lesen war), aber davon merke ich im Alltag nicht all zu viel.

Dies ist offenbar auch zahlreichen freiwilligen Organisationen zu verdanken, die Gratisarbeit leisten, um beispielsweise Velowege und Pärke sauber zu halten. Eine davon ist «Retake Roma», die heute in «La Repubblica» vorgestellt wird. «La città che resiste», titelt die Zeitung.

Ein wichtiges Zeichen für das Bestehen einer Zivilgesellschaft, denke ich.

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